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KINDER
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Norbert
Reisinger
Die Raben sind schwarze Tröpfe Neue Kindersprüche
Familie
Jonas wurde von der Flasche entwöhnt. Er
durfte auf einmal nur noch aus der Tasse trinken. Der kleine Jonas packte
die Sache eigentlich ganz gut, doch als er nach dem ersten Tag ohne Flasche
ins Bett gelegt wurde, fragt er seine Mama:
Die Familie war in Urlaub in der Toskana, und der Papa nutzte die Gelegenheit,
um unrasiert herumzulaufen. Als es eines Abends Zeit wurde, daß sein
Töchterchen Joana ins Bett ging, sollte der übliche Gute-Nacht-Kuß
kommen. Aber Joana weigerte sich. Sie sagte zu ihrem Vater:
Man unterhielt sich über die Urlaubsreisen von früher. Kerstin
erinnerte sich an eine Besichtigung von Venedig, aber sie hatte den Namen
des Markusplatzes vergessen. So erzählte sie, sie wisse noch, wie
die Tauben den Jesco auf dem Moritzplatz vollgemacht hätten. Als ihr
Bruder mahnend eingriff und ”Nicht Moritz, Markus...” sagte, beharrte Kerstin:
Andreas und Jonas hängen sehr an ihren Großeltern, die im
gleichen Haus wohnen. Eines Tages überlegten die Großeltern,
ob sie für fünf Tage nach Tirol verreisen sollten. Der Papa von
Andreas und Jonas riet ihnen, es zu tun, und so machten sie sich schließlich
davon. Für Andreas waren die Tage ohne seine Großeltern eine
entsetzlich
lange Zeit. Als sie abgereist waren, kämpfte er mit den Tränen
und sagte vorwurfsvoll zu seinem Vater:
Die Claudine und ihr kleiner Bruder Manuel hatten etwas angestellt.
Entweder war es die Claudine gewesen oder der Manuel. Aber ihre Mutter
wußte nicht, wer von den zweien der Übeltäter war. Und
von den Kindern wollte keines das andere verraten. Als die Mama nicht locker
ließ, um die Wahrheit herauszubekommen, sagte die Claudine schließlich
schluchzend:
Die kleine Lisa willl ihren Vater immer vom Rauchen abhalten. Wenn er
zum Rauchen raus geht, sieht sie ihn immer lieb an und sagt „Papa, bitte
nicht!“ Als er sich trotzdem eine Zigarette anzündete, meinte Lisa
pragmatisch:
Biologie und Physik
Als Sammy elf Jahre alt geworden und auf die Realschule gekommen war,
machte er die Hausaufgaben für Biologie. Es ging um das Skelett des
Menschen und darum, daß es die Eingeweide schützt. Die Eingeweide,
so erklärte ihm seine Mutter, seien die weichsten inneren Organe eines
Menschen und deshalb besonders empfindlich. Sammy sah das ein. Nach einer
Weile kam ihm jedoch sein eigener Körperbau in den Sinn und er meinte:
Joana war bei einer Nachbarin und schaute zu, wie der kleine Felix gewickelt
wurde. Sie merkte, daß der Felix ein sehr kleines Glied hatte, und
sagte zu seiner Mutter, daß der Sammy, ihr Bruder, ein viel
größeres habe. Die Mutter vom Felix erklärte der Joana,
daß der Sammy älter als der Felix ist und ja auch größere
Beine und Hände hat. Worauf die Joana ihre Arme ausstreckte und meinte:
Andreas mußte für die Schule Lesen üben. Es ging um
einen Text mit Raben und Rüben. Als er die Sache ein paar Mal durchgepaukt
hatte, konnte er den Text fast auswendig. Zum Schluß ”las” er:
Manuel hatte am Fensehen eine Sendung gesehen, in der es um den Gehirntod
eines Menschen ging. Er lief zu seiner Mutter in die Küche und erklärte
ihr die Sache, so wie er es verstanden hatte:
Frömmigkeit, Gott und Nächstenliebe
Die Oma erzählte der Joana, daß es bei ihr mit dem Singen
nicht mehr so weit her sei. Früher habe sie im Chor gesungen und eine
ordentliche Stimme gehabt. Aber seit sie älter geworden sei, habe
sie Schwierigkeiten. Worauf Joana meinte:
Der Andreas war sieben Jahre alt, als er seiner Oma bei der Zwiebelernte
half. Während die beiden bei der Arbeit waren, zogen dunkle Wolken
am Himmel auf. Andreas sagte in Richtung zu den Wolken: ”Lieber Gott, laß
es jetzt bitte nicht regnen.” Und dann fügte er hinzu:
Der kleine Bruder von Andreas, der Jonas, mußte für ein paar
Tage in die Klinik und die Mama begleitete ihn. So war Andreas ohne sie.
Als er mit seiner Tante telefonierte, riet diese ihm, fest zu beten,
daß seine Mama und der Jonas bald zurückkommen würden.
Andreas antwortete:
Der Horst wollte seinen Neffen eine Freude machen. Er lud sie ein, sie
sollten ihm ”helfen”, sein großes Aquarium sauber zu machen. Die
beiden Jungen waren natürlich begeistert dabei. Als Andreas wenig
später gefragt wurde, wie es zu der Aktion eigentlich gekommen sei,
meinte er:
Die kleine Lisa war mit ihren Eltern im Ort auf dem Weihnachtsmarkt.
Dort war auch der Nikolaus unterwegs. Sie durfte sich zweimal etwas aus
dem Sack nehmen. Später sagte sie zu ihren Eltern: "Gleich geht der
Nikolaus mit der Brigitte nach Haus". Die Eltern fragten, wie sie denn
darauf komme. Lisa antwortete:
Mit List und Tücke
Der Vater brachte Lisa ins Bett. Nachdem
er ihr etwas vorgelesen hatte, wollte er gehen. Aber er hatte die Rechnung
ohne sein Töchterchen gemacht. Lisa fragte: „Papa, sollen wir tauschen?“
„Was tauschen?“ „Ich bin der Papa und Du die Lisa“. Ihr Vater fragte „Und
dann?“ Lisa antwortet „Dann gehe ich jetzt und Du bleibst im Bett.“
Die kleine Lisa war beim Friseur. Als die Friseurin sie fragte:“ Wie
soll ich Dir die Haare schneiden?“ antwortete Lisa:
Lisa sollte ihr Zimmer aufräumen. „Keine Zeit“ sagte sie. Ihr Vater
antwortete: „Die Zeit gebe ich Dir“. Worauf Lisa meinte: „Papa, ich
gebe Dir die Zeit zurück“.
Eigenartiges
Als Jonas sechs Jahre alt war, war eine seiner ständigen Redewendungen:
Wenn Lukas bei seiner Oma ist, kann er immer sehen, wie eine Nachbarin
die Fenster putzt, etwas aufwischt oder die Betten ausschüttelt. Eigentlich
macht die Frau sonst gar nichts. Eines Tages kam der Lukas zur Oma zurück
und hatte eine Tafel Schokolade dabei. Als er gefragt wurde, wo er sie
herhabe, antwortete er:
Das Lernen, Schule und Benimm
Der kleine Manuel lernte in der Schule mit Begeisterung die Buchstaben.
Besonders stolz war er, als er das ”M” schreiben konnte, weil dies der
Anfangsbuchstabe seines Namens ist. Er behauptete:
Lisa war mit ihrer Mutter und Oma im Urlaub. In einem Restaurant beobachtete
sie eine Frau am Nebentisch. Nach einiger Zeit sagte sie recht laut: „Die
Frau kaut mit offenem Mund. Das macht man nicht“.
No Panic
Die kleine Lisa sah ihren Papa in Sakko und mit Fliege. Sie fragte:
Lisa war auf der Straße hingefallen und hat sich das Knie aufgeschlagen.
Ihre Mama hat ihr daraufhin ein Pflaster darauf geklebt. Als Lisa dann
zur Oma kam, fragte sie „Soll ich Dir mal mein Knie zeigen?“ Sie machte
stolz das Pflaster ab und sagte:
Die kleine Lisa stand oben an einer gefährlich glatten Holztreppe
auf Socken und schickte sich an, die Treppe hinabzugehen. Ihre Oma ermahnte
sie, vorsichtig zu sein. Lisa beruhigte ihre Großmutter mit den Worten:
.
Ende
Copyright 2003 by Norbert Reisinger |
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HUMOR
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