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Norbert Reisinger 

Nonnen sind nützlich, sie glauben an Gott

Der ganze Text
 

Sonntagmorgen
 
 

Gewöhnlich wachen kleine Kinder vor ihren Eltern auf. So erging es eines Sonntag morgens auch dem Sven. Also kletterte er aus seinem Bett und marschierte geradewegs ins Schlafzimmer seiner Eltern, die noch selig in ihrem Ehebett schlummerten. Der kleine Sven zog ihnen die Decke beiseite und weckte sie mit den Worten: 
"Raus jetzt, genug geküßt!" 
 

Marco bereitete sonntags ab uns zu das Frühstück für die ganze Familie vor. Als er das wieder einmal gemacht hatte und sie an dem schön gedeckten Tisch saßen, stellte die kleine Kristine fest: "Wenn der Marco groß wird, dann wird er doch ein Mann?" Alle stimmten ihr zu und sahen sie fragend an. Kristine fuhr fort: 
"Dann hat der auch keine Lust mehr, daß er das Frühstück macht!" 
 
 

Die Nerven
 
 

Michaels Cousine Jana hatte eine Blockflöte bekommen und eifrig darauf geübt. Dem Michael gefiel das gar nicht. Als Jana ankündigte, sie werde demnächst auch noch Geige spielen, sagte er entsetzt: 
"Dann komm’ ich nie mehr zu euch!" 
 

Die Mutti hatte sich "Frauengold" gekauft. Als sie die Flache auspackte, wollte Sven wissen, wozu das gut sei. Seine Mama erklärte ihm, es sei ein gesunder Saft und er helfe, wenn man mit den Nerven fertig sei. Sven schaute zu, wie seine Mutter ein Gläschen trank und stellte anschließend fest: 
"Dann kann ich jetzt also wieder rumschreien!" 
 

Die Oma hatte dem Sammy zum zwölften Mal etwas verboten, und der Sammy tat es doch wieder. Da bekam er von der Oma einen Klaps. Der Sammy heulte fürchterlich. Als es an der Zeit war, sich wieder zu versöhnen, fragte die Oma den Sammy, ob er eigentlich immer vergesse, was man zu ihm sage. Der Sammy bestätigte dies und sagte, noch schluchzend: 
"Vielleicht sollt’ ich Voltax nehmen!" 
 
 

In der Schule
 
 

Als Michael im dritten Schuljahr sein Zeugnis nach Hause brachte, hatte er in Musik und für Schrift nur eine vier erhalten. Seine Mutter sagte ihm, daß das nicht schlimm sei; er habe ein gutes Zeugnis, und von den Vierern brauche man nicht zu reden. Bald darauf wurde Michael von seiner Tante gefragt, wie denn sein Zeugnis ausgefallen sei. Er antwortete: 
"Es ist prima. Von den Vierern rede ich nicht!" 
 

Bevor das neue Schuljahr begann, erfuhr Stefan, daß er eine andere Lehrerin bekommen werde. Ein Freund hatte ihm erzählt, es sei eine ganz schlimme Lehrerin. Wenn die in Wut gerate, dann müsse man mit allem Möglichen rechnen. Als die Schule wieder begann, fragte Stefan seine neue Lehrerin: 
"Stimmt es, daß Sie Bücher durch die Klasse schmeißen?" 
 

Marco hatte in der Schule ein Bild gemalt, und es war ihm recht gut gelungen. Die Lehrerin lobte ihn sehr und bot Marco an, sein Werk im Klassenzimmer aufzuhängen. "Auf gar keinen Fall!" protestierte er, "ein so schönes Bild nehm’ ich mit nach Hause!" 
 

Andreas war im Sportunterricht. Der Lehrer hatte zwei Klassen zusammengetan. Die Schüler kannten sich noch nicht so recht, und außerdem waren Zwillinge dabei, die einander sehr ähnlich sahen. Während der Sportstunde ging der Andreas zum Lehrer und beklagte sich, daß ein anderer ihn unfair angerempelt habe. Als der Lehrer ihn fragte, wer es denn gewesen sei, zeigte Andreas auf einen der Zwillinge und sagte: 
"So einer wie der da." 
 

Die kleine Ilka stottert ein wenig. Sie besucht deshalb eine Sprachheilschule. Eines Tages wurde sie von einem Spezialisten untersucht. Der Mann stellte fest, daß Ilka keine Stotterin im engeren Sinne ist. Man kann ihren Sprachfehler nämlich beheben. Die Ilka freute sich sehr über diese Nachricht. Stolz verkündete sie in der Sprachheilschule: 
"I-i-ch st-sto-stottere gar nicht!" 
 

Als der Sammy in die zweite Klasse gekommen war, erklärte er seiner Lehrerin, daß es ihm gar nicht gefalle, was man im Rechnen mache. Die Zahlen bis zwanzig, so sagte er ihr, seien doch viel zu langweilig. Auch als die Lehrerin versprach, es kämen jetzt bald die Zahlen bis hundert an die Reihe, war der Sammy wenig begeistert. Er verlangte: 
"Ich will Wurzeln rechnen!" 
 

Jana kehrte eines Tages sehr zufrieden aus der Schule zurück. Sie erzählte, in Mathematik sei gerade etwas an der Reihe, das sei wirklich ganz einfach. Und Jana erläuterte ihrer Mutter: 
"Das könntest du sogar!" 
 

Die Familie war in ihrem Stammlokal. Der kleine Nico hatte sich auf einen Hocker an der Bar gesetzt und fühlte sich großartig. Er deutete auf eine der vielen Flaschen hinter der Theke und fragte den Wirt, ob er mal einen kleinen Schluck probieren könne. Der Wirt entgegnete, daß er dann am anderen Tag nicht in die Schule könne. 
"Dann hätt’ ich gern’ nen großen Schluck!", verlangte Nico. 
 

Als Sven in die Schule gekommen war und noch in die erste Klasse ging, hatte er eines nachmittags Fieber und Kopfschmerzen, und seine Mutter sagte ihm, er müsse morgen wohl zu Hause bleiben. Sven war ganz verzweifelt: 
"Nachher lernen die morgen Lesen und ich bin nicht da." 
 

Die Familie spazierte über den Weihnachtsmarkt, und Andreas wurde vom Nikolaus angesprochen. Dieser wollte wissen, ob Andreas einen Lehrer oder eine Lehrerin habe. Als Andreas ihm gesagt hatte, daß er eine Lehrerin habe, meinte der Nikolaus: "Dann ärgerst du sie sicher." Andreas entgegnete empört: 
"Nein, sie ärgert mich!" 
 

Kerstin war in die Schule gekommen. Im Rechenunterricht fing der Lehrer behutsam an, mit den Kindern zu üben. Er stellte eine Aufgabe und richtete dann an Kerstin die Frage, was da wohl herauskomme. 
"Ich hab’ mich doch gar nicht gemeldet!", antwortete Kerstin. 
 
 

Hausaufgaben
 
 
 

In der Schule hatte man lang und breit den "Schimmelreiter" durchgenommen. Zum Schluß sollte eine Klassenarbeit über das Thema geschrieben werden. Am Abend vorher bat Michael seine Mutter: 
"Kannst du mir die Geschichte nicht mal eben erzählen?" 
 

Maik war in die Schule gekommen. Es gefiel ihm dort anfangs sehr gut - aber die Hausaufgaben! Er sollte Lesen üben, doch er hatte nicht die geringste Lust. Sein Vater wollte ihn motivieren und erklärte dem Maik, daß es unbedingt nötig sei, lesen zu lernen. Lesen sei für einen Menschen das Wichtigste überhaupt. Der Maik widersprach: 
"Das Wichtigste ist der Sauerstoff!" 
 
 

Spiele
 
 

Nico und Tino spielten. "Du bist jetzt hundert Jahre alt," schlug Tino seinem Bruder vor. Nico protestierte: 
"Dann muß ich ja bald sterben!" 
 

Ihre Mutter spielte mit Claudine Kaufladen. Als Claudine mit dem Einkaufen an der Reihe war, stellte sie fest, daß sie der Verkäuferin, also ihrer Mutter, dauernd Geld geben mußte. Das wurde der Claudine schließlich zu dumm. Sie nahm sich aus der Kasse einen Packen Geld, steckte ihn ein und Sagte zu ihrer Mama: 
"Das schenk’ ich jetzt deiner Frau Tochter!" 
 

Jonas und sein kleiner Bruder Danny spielten oft so, als seien sie Tiere. So waren sie zum Beispiel Löwen und brüllten, ein anderes Mal waren sie Katzen und miauten, dann wieder Hunde und bellten. Eines Tages verkündete Jonas: 
"Heute sind wir Menschen! – Mama, was machen die denn?" 
 

Sven ist es nicht gewohnt, daß man vor Tisch betet. Er staunte deshalb mächtig, als er bei anderen Leuten zum Essen war und sah, wie diese die Hände falteten, die Augen schlossen, den Kopf senkten und schließlich ein Gebet sprachen. Als Sven nach Hause kam, sagte er begeistert: 
"Mutti, ich kenn’ ein neues Spiel…" 
 
 

Selbstvertrauen
 
 

Die Joana hatte ein Stück Papier genommen und es von oben bis unten mit irgendwelchen Haken vollgekritzelt. Dann ging sie zu ihrer Mutter und forderte sie auf, ihr alles vorzulesen. Sie erklärte dazu: 
"Weißt du, schreiben kann ich schon, aber noch nicht lesen!" 
 

Der kleine Maik nahm an den Vorbereitungen zur Hochzeit seiner Tante teil. Er wurde schick angezogen und bekam sogar eine Fliege umgebunden. In den feinen Kleidern durfte er dann seinen Vater begleiten, um das mit Blumen geschmückte Hochzeitsauto abzuholen. Der Junge genoß es. Bei der Fahrt durch die Stadt kamen ihm aber Bedenken. Er sagte zu seinem Vater: 
"Hoffentlich denken die Leute nicht, ich hätt’ Hochzeit!" 
 

Die Eltern erklärten ihrem Sammy, daß er vorsichtig sein müsse, wenn es klingle. Er solle zuerst schauen, wer draußen sei, bevor er die Tür öffne, sonst könnte es passieren, daß plötzlich fremde Menschen im Haus seien. Der Sammy meinte großspurig: 
"Die eß’ ich zum Nachtisch!" 
 

Sven hatte den Kopfsprung vom Einmeterbrett gelernt. Seine Mutter befürchtete nun, daß Sven bald auch den Kopfsprung vom Dreimeterbrett probieren würde. Sie bat ihr Söhnchen, es nicht zu tun und fügte hinzu, ein Kopfsprung vom Dreimeterbrett habe so seine Gefahren. "Ich weiß, ich weiß," winkte Sven ab, 
"man kann die Badehose dabei verlieren!" 
 

Tino spielt in einer Fußballmannschaft. Er will ein großer Star in der Bundesliga werden und freut sich schon darauf, daß er dann im Fernsehen als Torschütze des Tages kommen wird. Nur eines beunruhigt ihn an seiner Zukunft als Profifußballer, und dazu sagte Tino: 
"Hoffentlich komme ich dann nicht als Reklamebildchen in Hanuta!" 
 

Benjamins Mutter sagte eines Tages, ihre Arme seien irgendwie zu lang ausgefallen, aber, so fügte sie hinzu: "Es gibt niemand, der vollkommen ist." 
"Doch, mich!" widersprach Benjamin. 
 

Kerstin ist ein Ausbund von Energie. Sie führt wie ein richtiger kleiner Lausbub stets etwas im Schild. Eine Freundin von ihr ging zum Ballettunterricht und fragte Kerstin, ob sie nicht auch kommen wolle. "Da brauche ich nicht hin," meinte Kerstin geringschätzig, 
"ich sehe doch fast aus wie ein Junge." 
 

Kristine sagte zu ihrer Mutter, es gehe doch nicht, daß Jungens mit Puppen spielen. "Warum nicht," meinte die Mama, "du spielst doch auch mit Autos!" Darauf Kristine: 
"Ich bin ja auch dafür geeignet!" 
 

Im Winterurlaub durften die Kinder immer in die Skischule. Dort wurden sie betreut, lernten Skifahren und zum Schluß machten sie ein richtiges Rennen. Jonas hatte sogar schon eine Goldmedaille gewonnen. Diesmal wollte Jonas aber nicht in die Skischule. "Dann kannst du auch nicht beim Abschlußrennen mitmachen," gab sein Vater zu bedenken. Jonas entgegnete: 
"Und wo soll ich die ganzen Medaillen aufhängen?!" 
 

Die Fußballmannschaft, der Tino angehört, ist natürlich eine gute Mannschaft, und sie gewinnt eigentlich immer. Manchmal verliert sie allerdings auch. Als Tinos Mannschaft einmal ganz gründlich verloren hatte, nämlich eins zu acht, behauptete er: 
"Technisch waren wir aber erheblich besser in den ersten fünf Minuten." 
 
 

Einnahmequellen
 
 

So alle sechs Wochen bekam Michaels Oma Besuch von der Tante Emmi. Die Tante Emmi gab dem Michael bei dieser Gelegenheit immer eine Mark. Als der Michael einmal dringend Geld brauchte, überlegte er lange, was er machen sollte. Schließlich schlug er seiner Oma vor: 
"Kannst du nicht die Tante Emmi diese Woche vier Mal hintereinander einladen? Das wäre meine einzige Rettung!" 
 

Die Eltern hatten finanzielle Sorgen. Es ging um einen hohen Kredit, und sie sprachen nun darüber, wie man die Sache am besten angehen sollte. Während sie laut hin- und herüberlegten, mahnte Marco seine Eltern aus dem Hintergrund: 
"Geht vernünftig mit meinem Erbe um!" 
 

Tino und Nico brauchten mal wieder Geld, und was lag da näher, als den Vater anzuzapfen. Aber nicht so direkt natürlich, sondern vorsichtig über die Mutter. Als die Mama versprach, mit dem Papa zu reden, meinte der Nico: 
"Komm im BH, dann klappt es!" 
 

Als Jonas einmal hörte, daß die Oma und der Opa zu Besuch kommen würden, sagte er hoffnungsvoll zu seiner kleinen Schwester: 
"Vielleicht hinterläßt uns die Oma was." 
 

Kristines Mutter hatte vom Hausfrauendasein genug und wollte eine Arbeit annehmen. Solange sie noch auf der Suche nach einem Job war, sah die Kristine zufällig eine Sendung über Prostituierte. Sie fragte ihre Mama, was das denn sei. Die Mutti erklärte ihrer Tochter, daß Prostituierte Frauen sind, die für Geld mit Männern ins Bett gehen. Kristine riet ihrer Mutter: 
"Dann mach das doch!" 
 
 

Der Papa und seine Arbeit
 
 

Als Jana vier Jahre alt war, bediente sie zu Hause mit Vorliebe das Telefon. Wenn sich am anderen Ende die Firma meldete, in der ihr Vater arbeitete, sagte Jana sogleich vorwurfsvoll: 
"Kommt der Papa wieder nicht pünktlich nach Hause?!" 
 

Svens Vater ist Computerfachmann. Dabei verdient er zwar gut, muß aber auch sehr viel arbeiten. Er ist häufig bis nach Mitternacht im Betrieb und vom Wochende hat er nur den Samstag oder den Sonntag frei und selbst diesen einen Tag oft nur zur Hälfte. Kein Wunder also, daß der kleine Sven ein merkwürdiges Leben gewöhnt ist. Seine Mutter ist immer da und um ihn herum, aber den Vater sieht er selten. Und falls der Vater mal da ist, dann geht er gleich wieder. Als sein Vater einmal nach dem Mantel griff, fragte Sven seine Mutter: 
"Geht der Papa jetzt wieder nach Hause?" 
 

Der Sammy hatte etwas vor, und dazu brauchte er die Hilfe seines Vaters. Weil sein Vater aber viel beschäftigt war, fragte er seine Mutter, wann der Papa wohl Zeit für ihn habe. Die Mutti konnte ihrem Sohn wenig Hoffnung machen. Nachdem sie aufgezählt hatte, was der Papa noch alles zu erledigen hatte, meinte der Sammy: 
"Dann wart’ ich eben, bis er Rente kriegt." 
 

Sein Vater hatte den kleinen Jost mit in die Fabrik genommen, wo er arbeitete. Sie liefen einen halben Tag lang in dem Gebäude herum, und der Papa zeigte seinem Sohn stolz die ganzen Maschinen. Jost konnte der Sache aber weing abgewinnen. So eine Fabrik, meinte er, sei nichts für ihn. 
"Höchstens als Chef!" sagte er einschränkend. 
 
 

Papa will erziehen
 
 

Sammys Vater arbeitet in Mannheim. Die Woche über wird der Sammy deshalb von seiner Mutter allein erzogen. Als sein Vater einmal mit ihm schimpfte, erklärte der Sammy: 
"Weißt du was? Du kannst gleich wieder nach Mannheim zum Arbeiten gehen!" 
 

Sein Vater hielt dem Stefan einen Vortrag über das Berufsleben. Im Berufsleben, so erklärte der Papa seinem Sohn, zähle vor allem Leistung. Wer wenig leiste, bekomme wenig Geld, und umgekehrt könne man durch gute Leistung auch ein entsprechend hohes Gehalt erreichen. 
"Dann streng dich mal an!" ermahnte ihn sein Sohn. 
 

Kerstins Vater muß viel arbeiten und kommt oft nur zum Schlafen heim. Als er einmal einen Verkehrsunfall erlitten hatte, war es anders. Der Papa mußte monatelang zu Hause bleiben und fand deshalb auch Gelegenheit, sich um seine Kinder zu kümmern. Als er Kerstin einmal sagte, sie solle dies und jenes tun, antwortete ihm sein Töchterchen: 
"Misch dich nicht in meine Erziehung!" 
 

Jeanette klagte darüber, daß sie abends oft im Bett liege und nicht einschlafen könne. Ihr Vater riet ihr deshalb zu einem alten Mittel. Sie solle sich doch, so sagte der Papa zu seiner Tochter, einfach eine Geschichte ausdenken. Aber die Jeanette winkte ab. Sie erläuterte ihrem Vater: 
"Das macht für mich der Kassettenrecorder." 
 
 

Der Papa überhaupt
 
 

Manuel überlegte, daß wenn er groß sei, man dann den Papa eigentlich gar nicht mehr brauche, denn dann habe die Mama ja den Manuel als Mann. Als ihn seine Mutter fragte, was man dann mit dem Papa machen sollte, wurde der Manuel nachdenklich. Schließlich meinte er: 
"Wir behalten ihn, dann hast du eben zwei Männer!" 
 

Es war Muttertag, und alle Kinder und Enkel hatten sich bei der Großmutter zum Essen eingefunden. Nur Stefans Papa fehlte. Er hatte zufällig einen alten Freund getroffen und war mit ihm noch kurz in eine Gaststätte gegangen. "Mein Vater ist beim Frühschoppen," erläuterte Stefan der Festgemeinde und fügte hinzu: 
"Hoffentlich ist er nachher nicht so betrunken!" 
 

Der Friseur schnitt Nico die Haare, und währenddessen plauderte Nico wie ein Großer mit dem Meister. Er erzählte ihm von diesem und jenem und auch vom Urlaub in Holland. Es sei dort sehr schön gewesen, sagte Nico, außer den vielen schrecklichen barbusigen Frauen am Strand. Andererseits, so berichtete Nico: 
"Dem Papa hamse gefallen." 
 

Der Papa hatte sich die Achillessehne gerissen und wurde operiert. Anschließend mußte er noch wochenlang humpeln und Krücken benutzen. Es war in jener Zeit, als er die Joana erwischte, wie sie mit einer Spielzeugpistole auf Menschen zielte. Der Papa schimpfte mit seiner kleinen Tochter und erklärte ihr, daß man nicht einmal im Spaß jemand erschießen darf. Die Joana sah das ein, meinte aber: 
"Bei dir wär’s doch egal. Du bist ja sowieso schon halb tot!" 
 

Jemand fragte den Markus, ob sein Vater eigentlich gern mal einen trinke. Markus antwortete: 
"Der säuft wie eine Kuh!" 
 

Die Familie war im Skiurlaub. Spät abends rüstete man sich, um noch zum Essen zu gehen. Alle waren fertig, nur der Vater nicht. Als er schließlich kam, erklärte er, daß er sich schön gemacht habe. Worauf sein Marco meinte: 
"Wo hast du denn um diese Zeit noch ’nen Chirurgen aufgetrieben?!" 
 

Die Eltern waren auswärts eingeladen, und Tino und Nico mußten sich ihr Abendessen selber machen. "Und daß eines klar ist", ermahnte der Papa seine Söhne, "räumt ja wieder alles weg. Ich habe keine Lust, nachts um zwölf noch die Küche sauber zu machen!" Nico antwortete: 
"Dann komm doch früher!" 
 

Man ging spazieren. Jana schob ihren Puppenwagen und stieß ihn immer wieder ihrem Vater absichtlich von hinten in die Haxen. Als es dem Papa zu dumm wurde, gab er seiner Tochter einen Klaps. Daraufhin lief Jana wütend zu ihrer Mutter und erklärte: 
"Entweder du heiratest einen anderen Mann oder ich haue ab!" 
 

Jost benötigte für den Unterricht in der Schule ein kleines Spiegelchen. Er suchte im ganzen Haus, aber es war keines aufzutreiben. Seine Mutter schlug deshalb vor, bis zum Abend zu warten und den Papa zu fragen, ob er eines habe. Der Jost fand das wenig sinnvoll. Er meinte: 
"Wozu braucht der in seinem Alter noch einen Spiegel?!" 
 

Danny war auf seinen Vater sauer. Er schlug deshalb seiner Mutter vor: 
"Wenn ich groß bin und ein Mann, schicken wir den Papa weg und ich komm’ zu dir." 
 

Jana sammelt jede Menge winziger Fläschchen, in denen alkoholische Getränke in allen Sorten und allen Farben sind. Eines Tages kam sie freudestrahlend mit einem Kaktus-Schnaps nach Hause. Auch ihr Bruder Tino war begeistert, daß es so etwas gibt. Er stellte fest: 
"Dann kann der Papa ja sogar in der Wüste überleben!" 
 

Der Vater hatte ernsthafte gesundheitliche Probleme. Er erlitt eine Herzattacke und mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das gab natürlich eine Menge Aufregung. Als das Schlimmste vorbei war, meinte der Jost: 
"Jetzt soll noch jemand sagen, der Papa hätte kein Herz!" 
 

Der Papa hatte seine Knaben ausgeschimpft, und die beiden waren schrecklich beleidigt. Sie überlegten, wie sie ihren Vater loswerden könnten. Nach einer Weile öffneten sie die Haustür und schrien gemeinsam auf die Straße hinaus: 
"Hallo, Polizei! Komm und hol unseren Papi!" 
 
 

Mama
 
 

Es sollte nach Italien in Urlaub gehen. Der Sammy freute sich und zählte auf, was er alles genießen wolle: das Meer, den Sand und die Muscheln. Aber irgendwie schien ihn dann etwas zu irritieren. Jedenfalls schlug er seiner Mutter vor, getrennt zu fahren. Er erklärte: 
"Dann hätt’st du Erholung, und ich hätt’ auch Erholung!" 
 

Die Kerstin redet gerne, und sie redet am liebsten viel. Eines Tages setzte sie sich zu ihrer Mutter auf die Couch und sagte verzweifelt: 
"Ich möchte dir so gerne etwas erzählen, aber ich weiß nicht was!" 
 

Markus interessiert alles, was mit Technik zu tun hat. Und im Gegensatz zu manchen Erwachsenen kapierte er auch, wie es funktioniert. Die Eltern hatten einen neuen Geschirrspüler bekommen. Einige Zeit später war Markus bei seiner Tante. Dort verkündete er nach einem Blick auf die Uhr: 
"Ich muß jetzt heim, meine Mutter will spülen." 
 

Tinos Mama hatte mal wieder eine Schlankheitskur in Angriff genommen. Sie forderte die ganze Familie auf, ihr dabei zu helfen. Ein paar Tage später machte sich der Tino daran, ein Marzipanhörnchen zu verzehren. Seine Mutter bat ihn, ihr ein kleines Stückchen abzugeben. Aber der Tino blieb hart. Er verdrückte auch den letzten Rest und sagte noch kauend: 
"Das ist übrigens meine Unterstützung." 
 

Die Mutti rauchte. Sie wurde deshalb von ihren Kindern gefragt, wie es mit den Zigaretten denn bei ihr angefangen habe. Die Mutter begann zu erzählen, daß in der Zeit, als ihre Verehrer... "Was denn für Verehrer?", fragte da staunend die kleine Kerstin. Ihr Bruder Sven erläuterte: 
"Die Mama soll früher mal hübsch gewesen sein!" 
 

Die Mama hatte sich ein schickes schwarzes Lederkostüm gekauft. Als sie es zu Hause nochmals anprobierte und sich im Spiegel betrachtete, sagte Jeanette zu ihrer Mutter: 
"Na, du Rocker!" 
 

Als die Eltern sich einmal umarmten, fing die kleine Daniela zu lachen an. Der Papa versuchte der Daniela zu erklären, daß so eine liebe Mutti auch mal gedrückt werden wolle. Daniela entgegnete: 
"Aber die ist doch schon über vierzig!" 
 

In den Osterferien war die Familie nach Holland gefahren. Am Ende der langen Reise waren alle ziemlich erschöpft. Als dann die glückliche Ankunft mit einer Flasche Sekt begossen wurde, hatte die Mutti schnell einen Schwips. Sven stellte staunend fest:"Mama, du sitzt’ ja schon in Schlangenlinien!" 
 
 

Die Eltern
 
 

Man schaute einen alten Urlaubsfilm an. Auf der Leinwand erschienen nach und nach die ganzen Familienmitglieder, wie sie in vergangenen Tagen aussahen. Als Stefan sich und seinen Bruder entdeckte, war er entsetzt. Er fragte seine Eltern: 
"Warum habt ihr uns denn damals so fürchterlich angezogen!?" 
 

Die Eltern waren dabei, zum Turnen zu gehen. Sie hatten schon ihre Trainingsanzüge an und wollten nur noch kurz Bescheid sagen. Als sie in Michaels Zimmer traten, sagte dieser zu seinem Freund: 
"Guck mal, die Alten! Die sind grad auf dem Athletik-Trip." 
 
 

Oma und Opa
 
 

Heike hielt sich bei den Großeltern auf. Die Oma hatte einen Kuchen im Backofen, und weil vom Guß etwas heruntertropfte und verbrannte, begann es auf einmal in der ganzen Küche zu stinken. Der Opa schimpfte fürchterlich und wollte gar nicht aufhören, die Oma wegen ihrer Ungeschicklichkeit zu tadeln. Die Heike tröstete ihre Oma: 
"Wart nur, bis der Opa so alt ist wie du!" 
 

Der Großvater hatte schon fast eine Glatze. Niemand konnte so recht einsehen, warum seine spärlichen Haare überhaupt noch einer Pflege bedurften. Er schickte Jana einmal ins Badezimmer mit der Bitte, ihm einen Kamm zu holen. Nach einer Weile kam sie mit leeren Händen zurück und entschuldigte sich: 
"Im Bad ist nur ein großer Kamm!" 
 

Der Manuel ließ sich von seiner Mutter erklären, wo früher die Garage vom Opa war. Diese Garage wird seit vielen Jahren als Holzraum genutzt. Es ist also schon lange her, seit der Opa dort sein Auto stehen hatte. Der Manuel meinte: 
"Da war der Opa ja noch ein Mann!" 
 

Michael saß im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Nebenan war seine Oma und rief ihm etwas zu, was er nicht verstand. Michael wollte seine Ruhe haben und blieb ungerührt vor dem Fernseher sitzen. Vorsichtshalber antwortete er: "Ja, ja, schon gut!" Nach einer Weile hörte er wieder seine Oma rufen. Diesmal verstand er sie. Sie sagte: 
"Sooo leise mußt du den Fernseher nun auch nicht stellen!" 
 

Als seine Großeltern Goldene Hochzeit hatten, durfte Stefan mitfeiern. Er genoß die Feier in vollen Zügen und ließ nicht locker, bis er zum Schluß entsetzlich müde wurde. Stefan war dann doch froh, daß er sich von seinen Großeltern verabschieden konnte und ihn seine Mutter zum Schlafen brachte. Als er sein Bett sah, seufzte er erleichtert: 
"Gott sei Dank, nun sind die beiden verheiratet!" 
 

Sandras Großmutter hat Schwierigkeiten mit ihrer schlanken Linie. Als Sandra im Garten einmal einen ungewöhnlich dicken Regenwurm entdeckte, rief sie aus: 
"Das ist bestimmt ’ne Oma!" 
 

Der Sascha und seine kleine Schwester Heike gingen mit ihrem Opa durchs Dorf. Die drei kamen an einem Haus vorbei, wo eine Frau zum Fenster herausschaute. Ob das die Kinder vom Heinz seien, fragte sie. Ja, das seien die Kinder vom Heinz, bestätigte der Opa. "Das müßtest du eigentlich wissen", rief Sascha zu der Frau hinauf, 
"das haben wir dir schon vorige Woche gesagt." 
 

Die Nadine wurde eine Zeitlang vormittags, wenn die Eltern zur Arbeit gingen, von ihrem Opa abgeholt. Eines morgens früh um fünf läutete beim Opa das Telefon. Die Oma wurde aus dem Schlaf gerissen und nahm den Hörer ab. Es war die Nadine. Sie teilte mit: 
"Der Opa braucht mich noch nicht abholen, ich geh’ nochmal ins Bett." 
 
 

Die Tiere
 
 

Die kleine Claudine ging mit ihrem Großvater spazieren. Die beiden kamen an einem Teich vorbei, auf dem sich allerlei Geflügel tummelte. Einige Enten tranken Wasser, und sie taten das, wie Enten es halt so machen. Sie tauchten ihre Schnäbel ein, warfen dann den Kopf hoch und schüttelten das Wasser den Hals hinunter. Die Claudine muß das sehr genau beobachtet haben. Sie stellte nämlich fest: 
"Die gurgeln!" 
 

Stefan und Michael machten mit ihren Eltern Ferien auf dem Bauernhof. Dort wurde gerade ein Bulle zur Kuh gebracht. Die beiden Jungen schauten der Sache zu, und als alles vorbei war, sagte Stefan: 
"Das war aber eine kurze Befruchtung!" 
 

Die Familie ging spazieren, allen voran Jana mit einem Fotoapparat. Sie kamen an einer Weide vorbei, auf der gerade ein Bulle eine Kuh bestieg. Als Jana das Schauspiel sah, rief sie: 
"Wie süß! Das muß ich knipsen!" 
 

In der Bretagne waren am Strand oft streunende Hunde unterwegs. Die Mutti fand das abstoßend und so rief sie einmal ungehalten: "Meine Güte, da kommt schon wieder so ein blöder Köter!" Tino war empört. Er belehrte seine Mutter: 
"Die Hunde sind genauso Tiere wie wir Menschen." 
 

Nico beobachtete mit dem Fernglas Vieh, das friedlich auf einer Weide graste. Nach einiger Zeit bemerkte er: 
"Die Kühe haben’s gut. Die können den ganzen Tag ihr Lieblingsgericht speisen." 
 
 

Die Natur
 
 

Die ersten Apriltage waren wunderbar, doch dann hielt der Winter nochmals Einzug und es schneite wochenlang immer wieder. Als das Dorf Ende April noch einmal völlig zugeschneit war, sagte Jana zu ihrer Mutter: 
"Ich glaube, der Frühling hat keine Batterie mehr!" 
 

Die kleine Kerstin war bei ihrer Oma. Draußen wurde das Wetter immer schlechter, und es zog dicker Nebel auf. Als Kestin zum Fenster hinaus schaute, meinte sie: 
"Guck mal, draußen ist Schimmel!" 
 

Die Jeanette durfte mit ihrer Oma im Zug fahren. Auf der Heimfahrt schien der Mond in das Abteil. Er hatte die Form einer Sichel, und die Oma erklärte der Jeanette, daß es ein zunehmender Mond sei. Sie brauche nur jeden Abend zur gleichen Zeit den Mond angucken. Dann sehe sie, wie er jedesmal ein Stückchen größer werde, und zum Schluß sei er ganz rund und voll. Der kleinen Jeanette gefiel das, doch sie wandte ein: 
"Aber ich kann doch nicht jeden Tag Zug fahren!" 
 

In der Kindersprache gibt es das Wort "babbela". Dieses Wort wird auf der ersten Silbe betont, und es bedeutet soviel wie "aus", "leer" oder "Schluß". Wenn zum Beispiel ein Kind alles aufgegessen hat, sagt man: "So, jetzt ist babbela." 
Die Claudine hatte einen leeren Joghurtbecher vor sich und schaute nachdenklich hinein. Dann sagte sie: 
"Alles voller Babbela!" 
 
 

Fragen
 
 

Die Mama hielt ihrer Kristine eine Gardinenpredigt. Sie solle doch lieb sein, sagte sie zu ihrer Tochter, und nicht so stur auf ihrem Willen beharren. Es ging eine ganze Zeitlang hin und her, und dann war erst einmal Stille. Nach einer Weile fragte Kristine ihre Mutter: 
"Wie macht man denn das - lieb sein?" 
 

Der Sammy erklärte, wie er sich wehren würde, wenn ein Mann kommen sollte, um ihn zu entführen. "Ich tret’ den voll in die Hoden", sagte der Sammy. Aber dann überlegte er: 
"Und was mach’ ich bei ’ner Frau?" 
 

Jonas sagte er eines Tages zu seinem Opa, er werde ihm jetzt eine Frage stellen, auf die er keine Antwort wisse. Der Opa mahnte Jonas zur Vorsicht mit solchen Behauptungen. Er mußte sich dann aber geschlagen geben. Der Jonas fragte nämlich: 
"Woher kommt Gott?" 
 
 

Das Essen
 
 

Tino durfte zum ersten Mal mit in ein Restaurant. Er genoß die Sache mächtig, und als die Bedienung ihm das Essen hingestellt hatte, begann er vergnügt aufzuzählen, was alles auf dem Teller war: "Fleisch, Pommes frites, Gurkensalat, Pilze, Tomaten…" Zuletzt entdeckte er einen großen Stengel Petersilie und rief anerkennend aus: 
"…und sogar ein Baum!" 
 

Wenn die Familie zum Essen in ein Restaurant ging, mochte Jana dies sehr. Nur geschah es ihr zu selten. Als sie einmal unbedingt wieder im Gasthaus essen wollte, ihre Eltern aber andere Pläne hatten, überlegte Jana, wie sie ihren Wunsch durchsetzen könnte. Sie ging in die untere Wohnung, wo sie die Oma besuchte. Dieser erzählte sie: "Heute gehen wir auswärts essen." Dann sprang sie die Treppe wieder hinauf und verkündete ihren Eltern, sie habe der Oma gesagt, daß man Essen gehe. Dann forderte sie: 
"Also gehn wir jetzt! Ich will sie doch nicht anlügen!" 
 

Die Familie machte Urlaub in Italien. Eines Abends, als die Kinder versorgt waren, überlegten die Eltern, ob sie alleine noch ein wenig ausgehen und ein Restaurant besuchen sollten. Damit war Danny aber absolut nicht einverstanden. Er drohte seinen Eltern: 
"Wenn ihr heute essen geht, dann gehe ich morgen essen, aber nicht nur im Strandcafé ein paar Spaghetti. Ich gehe dann in ein vernünftiges Hotel und esse ein dickes Wiener Schnitzel!" 
 
 

Hunger, Durst und Streß
 
 

Wie viele Jungen hat Nico dauernd Hunger. Schon fünf Minuten nach dem Essen kann es sein, daß er bei seiner Oma auftaucht und fragt, ob sie nicht eine Schnitte oder Schokolade oder sonst etwas für ihn habe. Auch am Abend des 2. Oktober streifte er herum und suchte nach etwas Eßbarem. Als er nichts rechtes fand, beklagte er sich bei seiner Mutter: 
"Morgen ist die deutsche Wiedervereinigung, und du hast nicht einmal Chips im Haus!" 
 

Kerstin hatte Hunger und Bauchweh, beides zugleich, und das war eine dumme Sache. Sie beratschlagte mit ihrer Mutter, was man da tun könnte. Etwas essen hieß, vielleicht noch mehr Bauchweh zu kriegen. Nichts essen hieß aber, noch mehr Hunger zu kriegen. In diesem Dilemma überlegte Kerstin vorsichtig: 
"Und wenn ich etwas Fruchtbares esse?" 
 

Der Sammy bekam von einem Nachbarn Pralinen geschenkt. Er ließ auch seine Mutter davon probieren, und als sie meinte, es schmecke aber lecker, meinte der Sammy: 
"Das hat der Wolf auch gesagt, als er die Geißlein gefressen hat." 
 

In der Nachbarschaft wohnte eine türkische Familie. Dort waren auch Kinder in Maiks Alter, und er ging gerne hin, um mit ihnen zu spielen. Als Maik eines Tages nach Hause kam, sagte er zu seiner Mutter: 
"Du mir gib zu trinken!" 
 

Tino hatte seine Mutter auf einem langen Einkaufsbummel begleitet. Kaum waren sie nach Hause zurückgekommen, da sollte es auch noch zum Schwimmkurs gehen. Für Tino war das irgendwie zuviel. Er stöhnte: 
"Ich kann keinen Schritt mehr gehen und keinen Schwapp mehr schwimmen." 
 

Ingmar hatte ein Schwesterchen namens Daniela bekommen. Auf dem Heimweg vom Kindergarten wurde er von einer neugierigen Frau gefragt, was denn sein kleines Schwesterchen mache. Ingmar antwortete: 
"Wie soll ich das wissen? Ich komm grad aus’m Kindergarten!" 
 

Am Erntedankfest sollte der Kindergarten in der Kirche ein Lied singen. Nicht genug damit. Eine Strophe des Liedes sollte Nico allein mit seinem Bruder Tino singen. Damit die Sache nun auch klappte, wurde mit Nico geübt. Schon lange vor dem Erntedankfest kam jeden Abend dieses Lied und besonders die eine Strophe dran. Eines Nachts erwachte er, setzte sich im Bett auf, sang seine Strophe und schlief dann weiter. 
 

Die kleine Vera hat jugoslawische Eltern, ist aber in Deutschland geboren und hauptsächlich hier auch aufgewachsen. Zu einer Zeit, als auf dem Balkan noch kein Krieg herrschte, nahmen ihre Eltern sie einmal mit nach Jugoslawien. Sie wollten, daß dies später auch die Heimat ihres Kindes wird. Als sie Vera mit Begeisterung das Land zeigten, erschien ihr alles doch zu fremd und ungewohnt. Sie brach in Tränen aus und bat: 
"Ich will wieder heim in meine schöne Deutschland!" 
 
 

Ansprüche
 
 

Der Sammy versuchte, seiner Mutter klarzumachen, wie leicht sie es eigentlich mit ihm habe. Er erklärte ihr dazu, daß er ja schließlich alles ertragen könne, einfach alles! Aber dann fügte er hinzu: 
"Nur schimpfen, das nicht!" 
 

Kerstin hatte sich mit ihrer Mutter überworfen. Sie packte den Rucksack und verließ unter Protest das Elternhaus. Nach ungefähr fünf Minuten kam sie wieder zurück. Als die Mutti ihrer Tochter die Tür öffnete, erklärte Kerstin, immer noch kriegerisch: 
"Ich gebe dir noch eine Chance!" 
 

Viele Kinder bummeln morgens gerne, so daß man Angst haben muß, daß sie nicht rechtzeitig zur Schule kommen. Auch Jost gehört zu diesen Kindern, und er wird deshalb von seiner Mutter ständig zur Eile ermahnt. Eines Morgens, als Jost schon etwas verspätet auf dem Weg zur Toilette war, forderte er seine Mutter auf: 
"Nun feuer’ mich doch mal an!" 
 

Sven ärgerte die Kerstin. Die Kerstin wurde wütend und ärgerte nun ihre Mutter. Die Mama sah das gar nicht ein und wollte ihrer Tochter klar machen, daß sie nichts dafür könne, wenn der Sven sich danebenbenehme. Aber das ließ Kerstin nicht gelten. Sie meinte: 
"Du hast den so erzogen!" 
 

Die Familie hatte ihre Sitzmöbel in die Polsterei gegeben, damit sie neu bezogen wurden. Andy war recht skeptisch, ob die neuen Bezüge auch geschmackvoll sein würden. Er kündigte an: 
"Sonst gucke ich nur noch im Stehen Fernsehen." 
 
 

Benimm und Sauberkeit
 
 

Sammy hatte seine Mutter zornig gemacht und wollte nun wieder gutes Wetter machen. Der Sammy rief deshalb ganz lieb zu einer Mutter: "Mamalein!" "Was?", antwortete diese unwirsch. Worauf der Sammy sie belehrte: 
"Das heißt: Was möchtest du, mein kleiner Schatz?" 
 

Josts Vater hat eine kahle Stelle auf dem Kopf, die man mit Fug und Recht als Stirnglatze bezeichnen kann. Der Jost fand dieses Wort aber offenbar als etwas zu hart. Er erfand deshalb eigens für seinen Vater den Begriff: 
"Rundscheitel." 
 

Als der Andreas mit seiner Mutter von einem langen Spaziergang heimgekehrt war, stellte die Mama mit Schrecken fest, daß sie unterwegs die Hausschlüssel verloren hatte. Das hieß nun, so erklärte sie ihrem Sohn, den ganzen Weg noch einmal abzugehen. Der Andreas fragte vorsichtig: 
"Darf man jetzt sagen: So ein Scheißdreck?" 
 

Jessica war damit beschäftigt, ihrer Mutter den Rücken einzureiben. Je weiter sie nach unten kam, desto mehr zögerte sie. Schließlich erkundigte sie sich: 
"Soll ich deine Hinterfüße auch einreiben?" 
 

Maik wurde von der Mutti aufgefordert, seine Hände zu waschen. Widerwillig ging er ans Waschbecken, nahm ein wenig Seife und dann ein bißchen Wasser. Als seine Mama ihn daraufhinwies, daß der ganze Schmutz noch an seinen Händen sei, deutete Maik auf das Handtuch und sagte: 
"Nun warte doch, bis ich sie abgetrocknet habe!" 
 

Die Mama war mit den Kindern auf einer Einkaufsfahrt. Bevor sie nach Köln kamen, machten sie in einem Restaurant halt. Tino aß ein großes Schnitzel, und obendrauf trank er jede Menge Limonade. Er war so rundherum voll, daß er seine Mutter warnte: 
"Du kannst dich drauf einstellen, daß ich in Köln öfter mal rülpsen muß." 
 

Es klingelte an der Tür, und der Manuel rannte, um zu öffnen. Vor ihm stand der Opa in Arbeitskleidung. Als der Opa zum Gruß die Hand ausstreckte, schüttelte der Manuel den Kopf und sagte: 
"Ich hab grad’ meine Hände gewaschen!" 
 
 

Schlafengehen
 
 

Wie alle Kinder wollte Jana abends nicht ins Bett. Als es wieder einmal Zeit zum Schlafengehen war, versuchte sie alle möglichen Tricks, um noch aufbleiben zu können: Sie bekam plötzlich Hunger und Durst und mußte unbedingt noch dies und jenes erledigen. Ihre Mutter ließ sich dadurch aber nicht lange beeindrucken, und schließlich sagte sie zu Jana, sie müsse jetzt ins Bett, da helfe alles nichts. 
"Und wenn ich dir ’ne Mark gebe?" 
fragte Jana. 
 

Der Sammy hatte einen Bären aus Stoff. Eines Abends, als er das Tier schlafen legte, wollten seine Eltern, daß er dem Bären noch die Geschichte vom Wolf und den sieben Geißlein erzählte. Der Sammy kam dem Wunsch seiner Eltern nach. Aber irgendwie war ihm das Ganze wohl zu blöd. Jedenfalls erzählte er seinem Bären: 
"Wolf gewesen, Geißlein gewesen. So, fertig!" 
 

Tino und Nico waren längst zu Bett gebracht, aber beide machten sich in ihren Zimmern noch zu schaffen. Als es immer später wurde, schritt der Vater ein. Er ging erst zu Nico und schimpfte ordentlich. Dann ging er zu Tino und schimpfte ebenfalls ordentlich. Da rief Nico ihm nach: 
"Jetzt sind wir beide beleidigt!" 
 
 

Im Urlaub und auf Reisen
 
 

Im Urlaub in der Bretagne war Andreas von einem anderen Jungen angesprochen worden, aber die beiden konnten sich nicht miteinander unterhalten, weil der andere ein Franzose war. "Woher willst du denn wissen," fragte Jeanette ihren kleinen Bruder, "daß der Junge ein Franzose war und nicht ein Engländer?" "Ganz einfach," meinte Andreas: 
"Den Engländern hängt doch beim Sprechen immer die Zunge zum Hals raus!" 
 

Die Familie lag am Strand von Bibione und diskutierte. Irgendwie waren sie auf Haie zu sprechen gekommen, und nun überlegten sie gemeinsam, was wohl zu tun sei, wenn einem so ein Hai begegnet. Jeder hatte eine bessere Idee, und am Schluß faßte Maik die Vorschläge zusammen: 
"Wir müssen also unter Wasser bewegungslos schreien." 
 

In den Sommerferien war der Sammy auf der "Fuchsfarm", einem Ferienlager für Kinder, gewesen. Einige Zeit danach telefonierte er mit seiner Tante. Sie fragte ihn, ob er nächstes Jahr wieder auf die Fuchsfarm wolle. Der Sammy meinte, er müsse sich das noch überlegen. Vielleicht spare er auch, um eine Flugreise machen zu können. Er erklärte sener Tante: 
"Bei meinen Eltern reichts Geld immer bloß bis Italien!" 
 
 

Auswärts
 
 

Markus mußte zu einem neuen Friseur. Seine Mutter tröstete ihn mit dem Hinweis, daß es eine Ausnahme sei. Nächstes mal werde man wieder zum alten Friseur gehen. Bei dem fremden Friseur war viel Betrieb. Als dann der Markus an der Reihe war, kletterte er auf den Stuhl und rief dem Meister fröhlich zu: 
"Zu dir muß ich bloß einmal." 
 

In der Fernsehsendung "Wetten daß" hatten sie ein Auto abgeschleppt. Und zwar nicht mit einem Abschleppseil, sondern mit Pizzateig. Die Sache fuktionierte. Einige Zeit später war der Sammy bei Bekannten zum Essen eingeladen. Die Bekannten hatten sich viel Mühe gegeben und eine Ente zubereitet. Doch der Sammy war wenig begeistert. Er säbelte an dem Fleisch herum und sagte dann zu seinen Gastgebern: 
"Mit dem Vogel könntet ihr euch bei ‘Wetten daß’ anmelden!" 
 
 

Besuch
 
 

Solange der Onkel Ekkehard noch bei Jana und ihren Eltern im Haus wohnte, wurde er oft von seinen Freunden besucht. Die kleine Jana sah sich dann jungen Männern gegenüber, die alle zwischen eins achtzig und zwei Meter groß waren. Um ihrer Angst vor den riesigen Gestalten Herr zu werden, zählte Jana Ekkehards Freunde folgendermaßen auf: 
"Der kleine Frank, der kleine Ralf, der kleine Volker..." 
 

Der Onkel war zu Besuch gekommen. Er beugte sich über das Bett des kleinen Maik, der scheinbar schlief. Aber wirklich nur scheinbar. Denn Maik drohte seinem Onkel: 
"Ich hau’ dir gleich eine runter!" 
 

Die Tante war zum Essen eingeladen. Zum Abschluß gab es wunderbaren Pudding. Der Pudding kam in einer großen Schüssel, und jeder schöpfte sich daraus seinen Anteil. Als Gast durfte die Tante als erste damit beginnen, sich Pudding zu nehmen. Es schien, als wolle sie gar nicht aufhören. Schließlich platzte Danny heraus: 
"So, jetzt ist aber Schluß!" 
 
 

Das neue Baby
 
 

Die Karolin wurde darauf vorbereitet, daß sie bald nicht mehr allein sein, sondern ein Geschwisterchen haben würde. "Es gefällt dir doch bestimmt", sagte die Oma zu dem kleinen Mädchen, "wenn du bald ein Geschwisterchen kriegst." Aber Karolin winkte ab: 
"Ein Eis wär’ mir lieber!" 
 

Jost bekam ein Geschwisterchen. Das freudige Ereignis kündigte sich natürlich lange vorher an, und der Jost wurde entsprechend vorbereitet. Es werde nun ja bald alles anders, hieß es, und er sei dann nicht mehr der einzige, und so weiter. Es war ein schweres Leben für den Jost. Kurz bevor es dann wirklich soweit war, fragte ihn seine Mutter, ob er sich denn auf das Baby freue. Jost meinte skeptisch: 
"Ich glaub’, das wird Winter!" 
 

Sammys Mutter war beim Einkaufen, und die Nachbarin war gekommen, um solange auf das neue Baby aufzupassen. Der Sammy gab der Nachbarin folgenden Rat: 
"Wenn das Baby schreit, dann kriegt’s den Schnuller, und wenn das nicht hilft, dann gibst du ihm die Brust." 
 

Die Oma fragte den Andy, ob es ihm eigentlich gefallen würde, wenn er noch ein weiteres Geschwisterchen hätte. Der Andy antwortete, daß ihm das schon recht wäre. Aber, so belehrte er seine Oma, da müsse sie die Mama fragen. Und er fügte hinzu: 
"Ich weiß ja nicht, ob die sich nochmal so dicht an den Pappa ranschmiegen will." 
 
 

Aufklärung
 
 

Der kleine Benjamin sah einmal zu, wie eine schwangere Frau dauernd Mineralwasser in sich hineinschüttete. Schließlich wurde es ihm zuviel und er ermahnte die Frau: 
"Hör auf, dein Baby wird ja ganz naß!" 
 

Zu Markus und seinem jüngeren Bruder Thilo war ein kleines Schwesterchen hinzugekommen. Ihre Mutter nahm die Geburt als Gelegenheit, den Thilo so langsam aufzuklären. Sie erläuterte ihm, daß sich ein kleines Kind im Lauf der Zeit aus einem Ei entwickelt. Daraufhin schaute Thilo an sich herunter und meinte: 
"Dann bekomme ich also Zwillinge!" 
 

Im Badezimmer war Hochbetrieb. Der Vater machte sich am Waschbecken zu schaffen, und Jana und Tino saßen in der Wanne. Jana war gerade dabei, ihren kleinen Bruder aufzuklären. "Schau mal," sagte sie zu Tino, "wenn ich groß bin, kriege ich an der Brust hier zwei sooo große Dinger, und du, wenn du groß bist – 
Papa, zeig dem Tino mal, was er kriegt!" 
 

Maik entdeckte im Sand zwei Käferchen und rief erfreut: "Mutti, guck’ mal, die feiern Hochzeit, die paaren sich." Seine Mutter verstand ihn gut, aber sie fragte scheinbar naiv, was das denn sei - paaren. Maik gab zur Antwort: 
"Paaren ist, wenn man sich stapelt." 
 

Unterwegs mit seiner Großmutter fragte Nico sie: 
"Sag mal, Oma, was hältst du eigentlich von Kondomen?" 
 

Die Mama überlegte mit ihren Kindern zusammen, ob es wohl "der" oder "das" Puffreis heiße. Sie meinte, es müsse wohl "der" Puffreis heißen, denn man sage ja "der" Reis und nicht "das" Reis. Nadine gab ihr recht und fügte hinzu: 
"Es heißt schließlich auch der Puff und nicht das Puff." 
 

Der Sammy machte die Hausaufgaben für Biologie. Es ging um das Skelett des Menschen und darum, daß es die Eingeweide schützt. Die Eingeweide, so erklärte ihm seine Mutter, seien die weichsten inneren Organe eines Menschen und deshalb besonders empfindlich. Der Sammy sah das ein. Nach einer Weile kam ihm jedoch sein eigener Körperbau in den Sinn und er meinte: 
"Und ausgerechnet das wichtigste zur Arterhaltung ist rein gar nicht geschützt".
 
 

Gebete
 
 

Der kleine Michael betete einmal darum, daß am nächsten Tag die Sonne scheinen möge. Doch sein Gebet wurde nicht erhört, und es regnete in Strömen. Was war geschehen? Michel meinte, andere hätten "dagegengebetet". 
 

Jessica war es schon als kleines Mädchen gewöhnt, beim Beten nicht einfach ein Sprüchlein aufzusagen, sondern ihre Anliegen in freier Rede vorzutragen. Das kam ihr entgegen, denn so konnte sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Als sie eines Abends von ihrer Oma ins Bett gebracht wurde, bat Jessica am Schluß ihres Gebets: "Lieber Gott, schenke uns doch bitte, daß immer schönes Wetter ist und es nie regnet!" Die Oma erklärte ihr daraufhin, daß nicht immer nur die Sonne scheinen könne. Denn die Blumen, das Gemüse und alle anderen Pflanzen brauchten von Zeit zu Zeit auch Regen, um wachsen zu können. Jessica sah das ein und beschloß, ihr Gebet zu ändern. Zuvor fragte sie aber ihre Oma: 
"Was soll ich denn sagen, wann es regnen soll?" 
 

Stefans Vater fährt ein sehr schickes Auto. Vielleicht deshalb oder aber überhaupt betete der kleine Stefan vor dem Schlafengehen: 
"Müde bin ich, geh zur Ruh, 
schließ die müden Autos zu. 
Vater, laß die Autos dein, 
über meinem Bette sein!" 
 

Sandra bekam zum Abendessen ein Spiegelei. Als es duftend auf dem Tisch stand, betete sie: "Lieber Gott, vielen Dank für das Ei. Das ist herrlich von Ihnen! Amen." 
 

Daniela wurde zu Bett gebracht und betete mit ihren Eltern. Es herrschte eine Grippewelle, und viele Leute waren stark erkältet und hatten einen fürchterlichen Husten. Auch Daniela und ihr Brüderchen Maik hatte es erwischt. Daniela betete deshalb: "Herr Jesus, hilf, daß Maik bald wieder gesund ist und nicht mehr husten muß, und auch die Oma nicht und Papa und Mama..." Weil Daniela nun müde zu werden schien, fuhr ihre Mama fort: "und Wofgang und Michael und Tante Veronika. Amen." Daniela hatte trotz ihrer Müdigkeit bemerkt, daß sie selbst in der Aufzählung nicht vorgekommen war. Sie fragte deshalb ihre Eltern vorwurfsvoll: 
"Und warum laßt ihr mich husten?" 
 

An einem Silvesterabend betete Tino, daß Gott zu ihm kommen und ihn beschützen möge. Dann fügte er bescheiden hinzu: 
"Lieber Gott! Wenn du heute Nacht bei der Knallerei nicht kommen willst, macht es auch nichts." 
 

Andreas betete vor dem Schlafengehen: 
"Lieber Gott, danke für den wunderschönen Tag. Danke, daß wir schwimmen gehen konnten. Warn wir aber nicht. Danke, daß wir rausgehen konnten. Warn wir!" 
 

Joana hatte sich zum Schlafen ins Bett gelegt und sprach folgendes Gebet: 
"Ich bin klein, mein Herz ist rein, 
darf niemand rein, 
darf niemand unter die Decke schlupfen, 
als der liebe Heiland allein." 
 

Andreas half seiner Oma bei der Zwiebelernte. Während die beiden bei der Arbeit waren, zogen dunkle Wolken am Himmel auf. Der Andreas sagte in Richtung zu den Wolken: "Lieber Gott, laß es jetzt bitte nicht regnen." Und dann fügte er hinzu: 
"Wenn wir fertig sind, kannst du machen, was du willst!" 
 
 

Frömmigkeit
 
 

Danny sollte zum Arzt, aber das wollte er nicht. Seine Mama sagte ihm, es gehe doch nur um eine Untersuchung. Aber auch mit einer Untersuchung war Danny nicht einverstanden. Man müsse überhaupt nicht zum Arzt gehen, erklärte er seiner Mutti, denn im Kindergarten hätten sie gelernt: 
"Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen!" 
 

Michael wollte seiner Oma zu Weihnachten ein besonders frohes Fest wünschen. Bei der Begrüßung rief er ihr deshalb zu: 
"Schöne Grüße von Jesus!" 
 

Die Familie war im Auto unterwegs. Sie fuhren an zwei Nonnen vorbei, und Kerstin, die so etwas noch nie gesehen hatte, sagte, die sähen aber doof aus. Sven war über seine kleine Schwester empört. "Die sind nicht doof," wies er Kerstin zurecht, 
"die glauben an Gott, die sind nützlich!" 
 

Claudine kann sehr fromm sein, wenn sie will. Sie war einmal gerade dabei, ein Wurstbrot zu essen, als ihr kleines Brüderchen bettelte und auch etwas davon haben wollte. Die Claudine schob sich schnell die Wurst in den Mund, steckte dann dem Manuel das trockene Brot hin und sagte: 
"Da, Manuel. Der liebe Gott läßt auch dich nicht im Stich!" 
 

Kristines kleiner Bruder Stefan wollte sich etwas aus dem Kinderzimmer holen und verlangte von Kristine, daß sie mitgehen sollte. Die Kristine hatte keine Lust dazu, und so ging der Stefan schließlich ohne sie. Aber schon bald rief er der Kristine, sie solle doch kommen, er sei so alleine. Kristine schrie zurück: 
"Du bist nicht allein, Jesus ist immer bei dir!" 
 

Als Katrin ihrem Vater wieder einmal ganz schön auf die Nerven ging, stöhnte er: "Oh, Katrin, warum bist du auch immer so?!" Sie antwortete: 
"Gott hat mich eben so gemacht." 
 
 

Der liebe Gott
 
 

Kerstin machte sich Gedanken über Gott. Sie sagte: 
"Ich stelle mir den lieben Gott vor wie das Krümelmonster aus der Sesamstraße." 
 

Der Papa kam von einer Geschäftsreise zurück. Er war mit dem Flugzeug unterwegs gewesen, und Tino wollte wissen, wie hoch er denn geflogen sei. "Weit über den Wolken," antwortete ihm sein Vater. Worauf Tino meinte: 
"Dann hast du bestimmt den lieben Gott gesehen!" 
 
 

Die Kirche
 
 

Jessica durfte an einem Gottesdienst teilnehmen, in dem ihr Papa die Predigt hielt. Er ist bekannt für seine Predigten und bereitet sie sorgfältig vor. Nach dem Gottesdienst fragte der Papa seine Jessica, was sie denn zu seiner Predigt sage. Sie antwortete: 
"Du hast geschrien wie ein Schwein!" 
 

Kerstin war bei einer kirchlichen Weihnachtsfeier. Zu der Feier waren viele ältere, einsame Menschen eingeladen, und deshalb gab es eine eigenartige, fast beklemmende Stimmung. Außerdem dauerte alles ziemlich lange. Als Kerstin wieder zuhause war, meinte sie: 
"Ich könnt’ grad kotzen!" 
 

Mit ihren Eltern hatte Annelie an einer Abendmahlsfeier teilgenommen. Weil sie noch so klein war, gingen Brot und Wein an ihr vorüber, ohne daß sie zugreifen durfte. Nach dem Gottesdienst beschwerte sie sich: 
"Alle haben was zu essen und zu trinken bekommen, nur ich nicht." 
 

Benjamin spielt in einer Fußballmannschaft. Er war von seinen Eltern zu einem Gottesdienst mitgenommen worden. Dort sah er, wie jemand die Kelche für das Abendmahl vorbereitete. Er fragte leise seine Mutter: 
"Für wen sind denn die Pokale?" 
 

Das Abendmahl ist eine sehr feierliche Sache, und Kinder dürfen daran nicht teilnehmen. So mußte Danny den Abendmahlsteller an sich vorbeigehen lassen, ohne daß er hätte zugreifen dürfen. Nach einem Blick auf den Teller stellte er aber fest: 
"Ausgetrocknetes Toastbrot mag ich sowieso nicht." 
 

Eines Tages klingelten Zeugen Jehovas, und Markus ging mit seinem Papa an die Tür. Sein Vater war auf die Leute nicht gut zu sprechen. Er hatte früher einen Verkehrsunfall mit einem Zeugen Jehovas, und da gab es nur Scherereien. Das sagte er den Besuchern auch. Die konnten aber nichts dafür. Sie ließen sich deshalb nicht beirren und erläuterten das Bild einer Welt ohne Krieg und Not. Währenddessen lief der Markus in die Küche zurück und berichtete seiner Mutter: 
"Draußen sind Leute, die kennen ein Land, wo immer Friede ist und nie Krieg. Aber der Papa will nicht hin, weil er dort schon ’nen Unfall hatte!" 
 

Andreas war mit dem Kindergarten in der Kirche, wo ein spezieller Gottesdienst für die Kleinen stattfand. Der Pastor wollte den Kindern etwas vorführen und räumte deshalb den Altar frei. Dabei stellte er ein Sparschwein, das für die Kollekte gedacht war, vom Altar auf das Taufbecken. Andreas rief ihm zu: 
"Herr Pastor, willst du heut’ das Schweinchen taufen?" 
 

In der Schule hatte Sandra Religionsunterricht. Sie mußte in diesem Fach einen Test schreiben, und eine der Fragen war, mit welchem Wort der Pastor in der Kirche seine Predigt beende. 
"Tschüs!" schrieb Sandra als Antwort. 
 
 

Der Tod
 
 

Claudine war mit ihrer Oma auf dem Friedhof. Dort liegt der Urgroßvater, und die Oma pflegt sein Grab. Als die Claudine sah, wie die Oma reichlich Wasser auf die Blumen goß, rief sie: 
"Nicht soviel! Der Uropa wird ja ganz naß!" 
 

Katrins Urgroßmutter war gestorben. Es gab eine Feuerbestattung, und als die Urne zu Grabe getragen wurde, durfte Katrin dabei sein. Die Sache kam ihr aber irgendwie verdächtig vor. Sie sagte: 
"Das kann ja gar nicht sein, daß meine Omi in der kleinen Schachtel drin ist!" 
 

Der Opa war gestorben. Er hatte schon lange an Leukämie gelitten, und zum Schluß kam er mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus. Dort schloß man ihn an viele Apparate an und steckte ihm jede Menge Schläuche in den Mund hinein, aber es war nichts mehr zu machen. Das mit den Schläuchen beschäftigte den Sammy doch sehr. Er meinte: 
"Schade, daß der Opa seine letzten Worte nicht mehr sprechen konnte!" 
 

Maik besuchte mit seiner Mutter den Friedhof, wo der Opa begraben liegt. Der Weg führte an den Familiengräbern vorbei, und die Mutti erklärte ihrem Söhnchen, was ein Familiengrab ist. Eine Weile später schlug Maik vor, daß sie auch ein Familiengrab kaufen sollten, ein ganz großes, wo alle Platz haben. Maik fügte hinzu: 
"Dann brauch’ ich nicht alleine liegen!" 
 

Nico und Tino hatten sich gezankt, was eigentlich nichts Ungewöhnliches war. Diesmal sagte Nico aber zu seinem Bruder, daß er nicht mehr sein Freund sei. Das schien Tino nun doch nahe zu gehen. Denn er fragte seinen Bruder besorgt: 
"Bingst du mir dann keine Blümchen auf mein Grab?" 
 

Die Mama fuhr mit ihren Kindern am Friedhof vorbei. Sie erklärte Sven, daß dort der Opa begraben liege. Die Mama versprach ihrem Sohn, daß sie bei anderer Gelegenheit das Grab besuchen würden. Sven freute sich: 
"Dann buddeln wir ihn aus! Ich will mal sehen, wie er aussieht." 
 
 

Im Himmel
 
 

Als der Opa gestorben war, versuchte die Mutter, ihren beiden Kindern beizubringen, was das bedeutet. Die Kinder hörten andächtig zu. Als ihre Mutter zum Schluß erklärte, der Opa sei jetzt im Himmel, fragte Benjamin: 
"Wer hat ihn denn da raufgeschmissen?" 
 

Sammys Urgroßmutter war gestorben. Auch der Sammy hatte Mühe zu begreifen, was das bedeutet. Aber die Sache beschäftigte ihn mächtig. Als er von seiner Mutter hörte, die Uroma sei im Himmel, sagte er: 
"Dann muß sie aber aufpassen, daß sie nicht runterfällt!" 
 

Nico fragte seine Mutter: "Stimmt es, daß wir uns alle nach dem Tod im Himmel wiedersehen?" Als die Mama ihm versicherte, das sei so, es stehe in der Bibel, meinte Nico: 
"Das finde ich spitze. Dann können wir alle auf unser Wohl ein Bierchen trinken!" 
 

Als Jonas Religionsunterricht hatte, war er wenig begeistert darüber. Es gefiel ihm nämlich gar nicht, daß er pauken mußte, wer Melchisedek war und wer Habakuk und wer Sacharja. Der Jonas schwor sich: 
"Wenn ich einmal im Himmel bin, dann sag’ ich denen aber, was für saublöde Namen die haben!" 
 

Einer von Svens Großvätern ist schon gestorben. Er findet das recht praktisch. Seinen Eltern erklärte Sven dazu: 
"Wenn ich vor euch sterbe, hab’ ich schon ’nen Bekannten im Himmel!" 
 

Kerstin dachte über den Himmel nach, wie es dort aussieht und wie alles abläuft. Dabei überlegte sie: 
"Also, die Mädchen werden Engel. Und die Jungen – Nikoläuse?" 
 
 

Unglücke
 
 
 

Michael hatte einen schlimmen Unfall. Er wollte eine Patrone zersägen, aber das Ding explodierte und die Splitter trafen ihn im Gesicht. Er hätte fast ein Auge verloren, doch es ging noch einmal gut. In der Klinik sagte eine Krankenschwester zu Michael, mit so einer Patrone werde er wohl nicht mehr spielen. "Nein," antwortete er, 
"nächstes Mal nehm’ ich was stärkeres!" 
 

Jana hatte etwas von einem Erdbeben in Algerien mitbekommen. Sie fragte ihren Vater, was da eigentlich passiert sei. Der Papa erklärte seinem Töchterchen, was ein Erdbeben ist und daß dasjenige in Algerien so stark war, daß Häuser einstürzten und Menschen umkamen. "Waren bei den Toten auch Kunden von dir dabei?" fragte Jana daraufhin. Als ihr Vater diese Frage verneinte, meinte Jana erleichtert: 
"Ein Glück!" 
 

Nico war über die Straße gerannt, ohne sich nach rechts oder links umzusehen. Seine Mutter schimpfte und sagte, wenn ein Auto gekommen wäre, wäre er jetzt vielleicht tot und tot wolle er doch wohl nicht sein; er könnte dann nämlich das Weihnachtsfest nicht mehr erleben. 
"Aber wir könnten seine Geschenke teilen," meinte Tino. 
 

Der Vater erzählte von einem Verkehrsunfall, bei dem eine 77 Jahre alte Frau auf schlimme Weise ums Leben gekommen war. Sie saß im Auto eingeklemmt, und das Fahrzeug brannte lichterloh, ohne daß jemand helfen konnte. "Ein Gutes hatte dieser Unfall ja," gab Maik zu bedenken: 
"Die Frau ist mit einer Schnapszahl gestorben!" 
 
 

Rätselhaftes
 
 
 

Was "gestern" und "vorgestern" bedeutet, wußte der Samy. Wenn aber etwas noch weiter in der Vergangenheit lag, dann hatte er so seine Schwierigkeiten. Doch er konnte sich helfen. War etwas wirklich schon lang her, sagte der Sammy, es sei "hintervorgestern" gewesen. Und wenn es eine Ewigkeit zurücklag, dann war es für den Sammy 
"vorhintervorgestern." 
 

Manuels Mutter hatte einen Topf mit Wasser auf den Herd gestellt und war in den Garten gegangen. Nach einer Weile kam ganz aufgeregt der Manuel daher gerannt und rief: 
"Mama, Mama, dein Wasser verbrennt!" 
 

Joana hatte für ihren Bruder noch kein Geburtstagsgeschenk. Ihre Tante riet ihr deshalb, dem Sammy doch einfach einen lieben Kuß zu geben. Das fand die Joana aber gar nicht gut. Sie sagte: 
"Aus ’nem Kuß kannst du doch kein Päckchen machen!" 
 

Der kleine Danny stand vor einer Schaufensterpuppe, die nur mit einem Badeanzug bekleidet war. Er begrüßte die Puppe und sagte: 
"Du auch kalte Füße, ha?" 
 

Als einmal zwei Siegerländer in Dortmund eine Schrankwand aufbauten und sich dabei lautstark unterhielten, fragte Jessica ihre Mutter: 
"Wie sprechen die denn! Sind das keine Deutschen?" 
 

Eines Abends bekam Tino ein Brot mit einer Scheibe Schweizer Käse vorgesetzt. Er hatte einen solchen Käse noch nie gesehen, schaute auf die großen Löcher und überlegte erstaunt, wozu sie wohl gut seien. Nachdem er sie eine Weile von allen Seiten beguckt hatte, beugte er sich über die Löcher und rief: 
"Hallo!" 
 

Jana war im Bus gefahren. Der Fahrer hatte eine Sonnenbrille mit einem schwarzen Horngestell auf. Die Sache kam Jana irgendwie unheimlich vor. Deshalb erzählte sie ihrer Mutter davon und fügte hinzu: 
"Ich glaub’, das war ein Blinder!" 
 

Jonas hat Augen mit außerordentlichem Glanz. Manche Leute sagen, daß bei ihm die Augen extra lachen. Sie glänzen auch dann richtig lieb, wenn er etwas besonders Heimtückisches im Schilde führt. Anscheinend weiß Jonas, was er seinen Augen verdankt. Es war Zeit für den Mittagsschlaf. Jonas wurde müder und müder. Plötzlich fing er zu weinen an und rief: 
"Meinen schönen Augen! Die gehen immer zu!" 
 

Nico war beim Friseur. Als seine Haare geschnitten wurden und zu Boden fielen, fragte er den Meister: 
"Hab’ ich etwa auch schon graue Haare?" 
 

Auf einem Spaziergang mußte Markus pinkeln. Er war dick angezogen, und es kostete einige Mühe, seinen kleinen Pimmel aus all den Kleidungsstücken herauszuschälen. Als er dann fertig war, verschwand sein Pipi langsam wieder hinter den vielen Klamotten. 
"Tschüß!" rief Markus ihm nach. 
 
 

Mißversändnisse
 
 

Kurz vor Sammys zweitem Geburtstag schaute die Familie die Fernsehnachrichten an. Auf dem Bildschirm war ein Muezzin zu sehen und man hörte, wie er die gläubigen Mohammedaner zum Gebet rief. Als der Sammy den eigenartigen Singsang des Muezzins bemerkte, stellte er fest: 
"Der jodelt!" 
 

Die Mutti hatte ihren Andreas beim Opa abgeliefert und war Einkaufen gegangen. Beim Opa erlebt der Andreas immer viel, und an jenem Morgen war sogar Sirenenprobe. Auf dem Heimweg berichtete Andreas seiner Mutter: 
"Die Sirenen haben furchtbar geheult, die muß man trösten!" 
 

Es war warm geworden, und die Kinder sprangen nackt herum. Irgendwie fiel der Anneli dabei auf, daß sie unten herum anders gebaut war als ihr kleiner Bruder. Sie schaute sich nachdenklich an und meinte dann: 
"Ich glaub’, mein Penis is reingeschlüpft." 
 

Der Nikolaus war gekommen und hatte Nadine eine Kinderschere gebracht. Sie freute sich sehr über die Schere, aber später fragte sie: 
"Hat der gedacht, wir können uns keine kaufen?" 
 

Die Eltern machten sich fertig, um zur Wahl zu gehen. Ihre Kinder wollten sie mitnehmen, und so bat die Mama den Sven, sich etwas ordentliches anzuziehen. Sven leuchtete das nicht so ganz ein. Er fragte: 
"Muß man sich beim Bundeskanzler Kohl schick machen?" 
 

Als Jörg in den Kindergarten ging, kam dort der Nikolaus zu Besuch, und zwar nach neuesten pädagogischen Grundsätzen. Der Vikar stellte sich den Kindern vor und sagte, sie sollten ihn genau anschauen, denn er werde jetzt den Nikolaus spielen. Dann verkleidete er sich vor den Kleinen, und die Sache begann. 
Ein paar Tage später fuhr der Vikar im Auto vorbei. Jörg sagte zu seinen Eltern: 
"Das war grad der Nikolaus!" 
 

Der Papa fragte die Mutti, was sie sich zum Geburtstag wünsche. Zuerst fiel ihr nichts ein, aber dann dachte sie an ihren alten Regenschirm und sagte zum Papa, er könne ihr eigentlich einen neuen "Knirps" schenken. Der kleine Stefan traute seinen Ohren nicht. 
"Du willst ein Baby?" fragte er ungläubig. 
 

Der japanische Kaiser war gestorben. Unser damaliger Bundespräsident mußte zu diesem Ereignis etwas sagen, und so kam dann im Fernsehen, daß Richard von Weizsäcker die "besondere Weitsicht" des verstorbenen Tenno lobte. 
"Ach, deshalb hatte der so ’ne starke Brille!" meinte Sven. 
 

Eigentlich war Kerstin immer ein unerschrockenes Mädchen. Aber wenn es dunkel wurde, bekam sie doch manchmal ein wenig Angst. So war es auch eines Abends, als sie von ihrer Mutter ins Bett gebracht wurde. Doch bevor ihre Furcht überhand nahm, kam Kerstin der rettende Gedanke: 
"Zum Glück ist heute Samstag, da dürfen die Diebe nicht arbeiten." 
 

Jana mußte zusammen mit ihrer Mutter ins Krankenhaus. Beide hatten es an den Mandeln. Bevor es so weit war, ging es darum, wie wohl die Besuchszeiten geregelt sein würden. Jana erzählte von einer Bekannten, die im gleichen Krankenhaus war und meinte, die habe jederzeit Besuch empfangen können. "Die lag auch bestimmt privat," gab Janas Mutter zu bedenken. Worauf Jana fragte: 
"Wieso, gehen wir denn geschäftlich?" 
 

Katrins Opa war schon lange verstorben. Es war der Opa mütterlicherseits gewesen. Als Katrin erfuhr, daß der verstorbene Opa Pfarrer gewesen war, sagte sie bewundernd zu ihrer Mutter: 
"Aber dann bist du ja eine Heilige!" 
 

Sven überlegte, wen er heiraten könnte. Dabei kam ihm vor allem sein Schwesterchen in den Sinn. Er ließ sich von dieser Idee erst abbringen, als seine Mutter ihm erklärte, daß es dumme Kinder gibt, wenn Bruder und Schwester heiraten. Einige Zeit später waren sie zu Besuch bei einer anderen Familie. Die Mutti schlug Sven auf der Heimfahrt vor, doch das kleine Mädchen zu heiraten, das dort gewesen sei. Damit war Sven aber nicht einverstanden. Das Mädchen sei schrecklich dumm, meinte er, und fügte hinzu: 
"Wahrscheinlich sind ihre Eltern Geschwister." 
 

Nico fragte, ob es Menschen gibt, die ganz rote, blaue, grüne oder gelbe Haare auf dem Kopf hätten. Seine Schwester Jana antwortete ihm, solche bunten Haare hätten höchstens die Punker. 
"Dann ist der Pumuckl ein Punker!" stellte Nico fest. 
 

Bei MacDonalds war eine Sonderaktion. Zu jedem Kinderteller gab es ein Tier aus dem Disney-Film "König der Löwen". Entweder bekam man einen Löwen oder ein Schwein oder einen Vogel. Um den Sammy zu überraschen, ging sein Onkel Henry öfters zu MacDonalds und aß dort tapfer immer einen Kinderteller. Er bekam so auch den Löwen und das Schwein, aber mit dem Vogel klappte es einfach nicht. Der Henry zeigte dann dem Sammy den Löwen und das Schwein. Als der Sammy die Tiere sah, meinte er: 
"Ach, das ist der Mist. Willst du von mir noch den Vogel haben?" 
 

Daniela ist die fünfte in der Geschwisterreihe. Als sie erfuhr, daß ein weiteres Baby unterwegs war, fing sie fürchterlich zu weinen an. Nach dem Grund gefragt, erklärte sie: 
"Jeder Sechste ist doch ein Chinese!" 
 
 

Geschwister untereinander
 
 

Die Kinder hatten etwas angestellt. Entweder war es die Claudine gewesen oder der Manuel. Aber die Mama wußte nicht, wer von den zweien der Übeltäter war. Und von den beiden Kindern wollte keines das andere verraten. Als die Mama nicht locker ließ, um die Wahrheit herauszubekommen, sagte die Claudine schließlich schluchzend: 
"Wenn man nur den lieben Gott fragen könnte. Der wüßte, wer es gewesen ist!" 
 

Kristines Bruder Andreas war verreist. Sie wartete sehnsüchtig darauf, daß er wieder zurückkommen würde. Es hieß dann, daß er am Samstag wieder da sei. Tatsächlich kam Andreas aber schon am Freitag. Kristine war enttäuscht. Sie sagte: 
"Ich hatte mich so auf morgen gefreut!" 
 

Als der Jost noch in den Kindergarten ging, kam einmal sein Schwesterchen zu ihm her gerannt. Die Sandra erzählte weinend, daß sie von einem großen Jungen geschlagen worden sei. "Hättst doch was gesagt", meinte Jost vorwurfsvoll, 
"dann wären wir zusammen weggelaufen!" 
 

Da Michael und Stefan Brüder sind, streiten sie den ganzen Tag miteinander. Beim Essen hatte Michael zu Stefan über den Tisch hinweg etwas Böses gesagt, und Stefan schaute betroffen zu seinem großen Bruder hin. "Was guckst du mich so blöde an", rief Michael, 
"hast du noch nie ein Ungeheuer gesehen?" 
 

Sven hatte ein Schwesterchen, nämlich die Kerstin, bekommen. Jemand hatte der kleinen Kerstin eine Spieluhr geschenkt. Wenn man sie an ihr Bett stellte, sang Sven manchmal mit und zwar so: 
"Guten Abend, gute Nacht! 
Mit Rosen bedacht, 
mit Näglein besteckt. 
Schlupf unter die Deck! 
Morgen früh, 
um Gottes willen, 
wirst du wieder geweckt!" 
 

Die Familie fuhr mit dem Auto in die Ferien nach Lignano. Unterwegs sprachen sie über frühere Italienreisen. Dabei zeigte sich, daß Jana bereits zweimal in Italien gewesen war und ihre kleinen Brüder einmal. Nico sei damals, wie die Mama erklärte, noch in ihrem Bauch gewesen. Jana betonte: "Ich war also am meisten dort!" 
"Und ich durfte schon vorne sitzen!" konterte Nico. 
 

Die Familie wollte essen, nur der Sammy fehlte noch. "Sammy, kommen," rief Joana, seine kleine Schwester. Als es nichts half, schrie sie: "Sammy, komm jetzt! Du sollst kommen Sammy!" Schließlich brüllte die Joana: 
"Komm, Samuel, Bruder!" 
 
 
 

Pubertät
 
 
 

Michael war ein richtiger Flegel. Als er sich einmal besonders unverschämt aufführte, fragte ihn seine Mutter, was eigentlich mit ihm los sei. Er antwortete: 
"Ich bin doch in der Pubertät!" 
 

Jana war in der Pubertät und genoß deshalb die entprechend nötige Schonung. Das muß auch ihr Bruder Tino bemerkt haben. Als seine Mama ihn einmal tadelte und meinte, er brauche doch nicht wegen jeder Kleinigkeit aufzubrausen, bat Tino um Rücksicht. Er erklärte: 
"Ich hab’ das gleiche Ding wie Jana!" 
 
 

Erwachsenwerden
 
 

Weil Danny und Maik immer Streit hatten, blieb den Eltern nichts anderes übrig, als den beiden getrennte Zimmer zu geben. Maik war damals erst fünfzehn Monate alt. Danny ergriff freudig von seinem neuen Zimmer Besitz, und als wenig spater Maik hereingewatschelt kam, schob er ihn mit den Worten zur Tür hinaus: 
"Geh du zu deiner Mutter!" 
 

Janas kleiner Bruder Tino war gerade drei Jahre alt geworden, als er beschloß, einmal so zu pinkeln, wie es die Männer tun. Er stellte sich vor das Klobecken und strengte sich mächtig an, über den Rand zu kommen. Es war sehr schwierig, aber als er sich auf die Zehenspitzen stellte, gelang es ihm schließlich. Jana hatte den Bemühungen ihres Brüderchens zugeschaut und sagte anerkennend: 
"Tino, du wirst erwachsen!" 
 

Sven wollte im Gegensatz zu anderen Kindern nicht größer und schon gar nicht erwachsen werden. Seiner Mutter erklärte er dazu: 
"Schimpfen und Hauen kann ich doch auch jetzt!" 
 

Die Kinder hatten miteinander gestritten. Anschließend überlegten sie, wie es eigentlich sei, wenn Erwachsenene streiten. Jessica meinte: 
"Bei denen heißt es nicht streiten, sondern diskutieren!" 
 
 
 

Zukunfstspläne
 
 

Der Pappa half der kleinen Joana auf der Toilette beim Pinkeln. Aber irgendwie war ihr das nicht recht. Sie sagte: 
"Also, wenn ich groß bin, dann steh’ ich auch hin!" 
 

Die Tante von Claudine hatte geheiratet und es so eingerichtet, daß die Hochzeit und ihr Geburtstag zusammenfielen. Die Claudine beschloß, es später genauso zu machen. Sie erklärte: 
"Dann krieg’ ich zum Geburtstag nicht bloß Geschenke, sondern auch noch ’nen Mann!" 
 

Sandra beschäftigte sich mit ihrer Heirat. Am liebsten, so sagte sie zu ihrer Mutter, wäre es ihr, wenn sie ihren jetzigen Nachnamen behalten könnte. Ihre Mutter gab ihr zu bedenken, daß der Name ja wohl nicht so wichtig ist, wenn man sich lieb hat. Die Sandra stimmte zu und meinte: 
"Hauptsache, er hilft im Haushalt!" 
 

Stefan hatte als Kind im Gegensatz zu seinem Bruder Michael oft wenig Appetit und war beim Essen sehr wählerisch. Als er wieder einmal vorsichtig und unlustig in seinem Teller herumstocherte, tadelte ihn sein Bruder Michael und sagte: "Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht." Worauf Stefan erwiderte: 
"Deshalb will ich ja Bauer werden!" 
 

Jonas will, wenn er einmal groß ist, auf ein Auto verzichten. Er sagt: 
"Ich kaufe mir ein Pferd mit 100 PS. Das ist umweltfreudlicher." 
 

Tino und Nico unterhielten sich darüber, was besser sei, zu heiraten oder es zu lassen. Nachdem sie reichlich debattiert hatten, verkündete Tino, er werde nicht heiraten; er kaufe sich lieber einen Sportwagen und lege sich eine Freundin zu. Nico gab seinem Bruder zu bedenken: 
"Dann quält sie dich jahrelang, du sollst sie heiraten." 
 
 
 

Die erste Liebe
 
 
 

Der kleine Maik saß neben einer Siebzehnjährigen und erzählte ihr alles Mögliche. Während er redete, rutschte er immer dichter an die junge Dame heran und kuschelte sich schließlich an sie. 
"Weißt du," sagte er zu ihr, "ich hab’ keine Windeln mehr!" 
 

Die großen Ferien waren vorbei, und die Schule hatte wieder begonnen. Michael machte zusammen mit einem Klassenkameraden die Hausaufgaben. Sein Freund stöhnte. Ihm falle das Schreiben so schwer, sagte er, er sei in den Ferien völlig aus der Übung gekommen. "Ich nicht" entgegnete Michael, 
"ich hatte so viele Liebesbriefe zu beantworten!" 
 

Markus flog mit seinen Eltern in den Urlaub. Im Flugzeug war auch ein Mädchen, so etwa in seinem Alter. Es hatte schöne lockige Haare, war aber schrecklich vorlaut und benahm sich einfach unmöglich. Als die Familie dann in ihrem Hotel angekommen war, rief Markus: "Da ist ja wieder das wunderbare Mädchen mit den lockigen Haaren!" und er fügte schnell hinzu: 
"I mein’ das natürlich bloß erotisch." 
 

Danny war vierzehn Jahre alt, hatte den Stimmbruch und führte ein reges Liebesleben. Kurz bevor die Familie in die Ferien fuhr, war Danny eine Beziehung in die Binsen gegangen. Er nahm es gelassen und meinte: 
"Dann kann ich mir ja in Dänemark einen kleinen Urlaubsflirt leisten!" 
 

Nico hatte seine erste Freundin. Die Sache hatte sich eher zufällig ergeben. Als es eine Weile gegangen war, wurde dem Nico mulmig. Er hatte Angst, so sagte er, daß die bald mit ihm zu knutschen anfange. Seine Mutter antwortete ihm, daß er nichts tun brauche, was er nicht wolle. Nico sagte: 
"Ich will schon, aber doch nicht mit der!" 
 
 

Ende


Copyright 2001 by Norbert Reisinger

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HUMOR

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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