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KINDER
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Norbert
Reisinger
Nonnen sind nützlich, sie glauben an Gott Der ganze Text
Sonntagmorgen
Gewöhnlich wachen kleine Kinder vor ihren Eltern auf. So erging
es eines Sonntag morgens auch dem Sven. Also kletterte er aus seinem Bett
und marschierte geradewegs ins Schlafzimmer seiner Eltern, die noch selig
in ihrem Ehebett schlummerten. Der kleine Sven zog ihnen die Decke beiseite
und weckte sie mit den Worten:
Marco bereitete sonntags ab uns zu das Frühstück für
die ganze Familie vor. Als er das wieder einmal gemacht hatte und sie an
dem schön gedeckten Tisch saßen, stellte die kleine Kristine
fest: "Wenn der Marco groß wird, dann wird er doch ein Mann?" Alle
stimmten ihr zu und sahen sie fragend an. Kristine fuhr fort:
Die Nerven
Michaels Cousine Jana hatte eine Blockflöte bekommen und eifrig
darauf geübt. Dem Michael gefiel das gar nicht. Als Jana ankündigte,
sie werde demnächst auch noch Geige spielen, sagte er entsetzt:
Die Mutti hatte sich "Frauengold" gekauft. Als sie die Flache auspackte,
wollte Sven wissen, wozu das gut sei. Seine Mama erklärte ihm, es
sei ein gesunder Saft und er helfe, wenn man mit den Nerven fertig sei.
Sven schaute zu, wie seine Mutter ein Gläschen trank und stellte anschließend
fest:
Die Oma hatte dem Sammy zum zwölften Mal etwas verboten, und der
Sammy tat es doch wieder. Da bekam er von der Oma einen Klaps. Der Sammy
heulte fürchterlich. Als es an der Zeit war, sich wieder zu versöhnen,
fragte die Oma den Sammy, ob er eigentlich immer vergesse, was man zu ihm
sage. Der Sammy bestätigte dies und sagte, noch schluchzend:
In der Schule
Als Michael im dritten Schuljahr sein Zeugnis nach Hause brachte, hatte
er in Musik und für Schrift nur eine vier erhalten. Seine Mutter sagte
ihm, daß das nicht schlimm sei; er habe ein gutes Zeugnis, und von
den Vierern brauche man nicht zu reden. Bald darauf wurde Michael von seiner
Tante gefragt, wie denn sein Zeugnis ausgefallen sei. Er antwortete:
Bevor das neue Schuljahr begann, erfuhr Stefan, daß er eine andere
Lehrerin bekommen werde. Ein Freund hatte ihm erzählt, es sei eine
ganz schlimme Lehrerin. Wenn die in Wut gerate, dann müsse man mit
allem Möglichen rechnen. Als die Schule wieder begann, fragte Stefan
seine neue Lehrerin:
Marco hatte in der Schule ein Bild gemalt, und es war ihm recht gut
gelungen. Die Lehrerin lobte ihn sehr und bot Marco an, sein Werk im Klassenzimmer
aufzuhängen. "Auf gar keinen Fall!" protestierte er, "ein so schönes
Bild nehm’ ich mit nach Hause!"
Andreas war im Sportunterricht. Der Lehrer hatte zwei Klassen zusammengetan.
Die Schüler kannten sich noch nicht so recht, und außerdem waren
Zwillinge dabei, die einander sehr ähnlich sahen. Während der
Sportstunde ging der Andreas zum Lehrer und beklagte sich, daß ein
anderer ihn unfair angerempelt habe. Als der Lehrer ihn fragte, wer es
denn gewesen sei, zeigte Andreas auf einen der Zwillinge und sagte:
Die kleine Ilka stottert ein wenig. Sie besucht deshalb eine Sprachheilschule.
Eines Tages wurde sie von einem Spezialisten untersucht. Der Mann stellte
fest, daß Ilka keine Stotterin im engeren Sinne ist. Man kann ihren
Sprachfehler nämlich beheben. Die Ilka freute sich sehr über
diese Nachricht. Stolz verkündete sie in der Sprachheilschule:
Als der Sammy in die zweite Klasse gekommen war, erklärte er seiner
Lehrerin, daß es ihm gar nicht gefalle, was man im Rechnen mache.
Die Zahlen bis zwanzig, so sagte er ihr, seien doch viel zu langweilig.
Auch als die Lehrerin versprach, es kämen jetzt bald die Zahlen bis
hundert an die Reihe, war der Sammy wenig begeistert. Er verlangte:
Jana kehrte eines Tages sehr zufrieden aus der Schule zurück. Sie
erzählte, in Mathematik sei gerade etwas an der Reihe, das sei wirklich
ganz einfach. Und Jana erläuterte ihrer Mutter:
Die Familie war in ihrem Stammlokal. Der kleine Nico hatte sich auf
einen Hocker an der Bar gesetzt und fühlte sich großartig. Er
deutete auf eine der vielen Flaschen hinter der Theke und fragte den Wirt,
ob er mal einen kleinen Schluck probieren könne. Der Wirt entgegnete,
daß er dann am anderen Tag nicht in die Schule könne.
Als Sven in die Schule gekommen war und noch in die erste Klasse ging,
hatte er eines nachmittags Fieber und Kopfschmerzen, und seine Mutter sagte
ihm, er müsse morgen wohl zu Hause bleiben. Sven war ganz verzweifelt:
Die Familie spazierte über den Weihnachtsmarkt, und Andreas wurde
vom Nikolaus angesprochen. Dieser wollte wissen, ob Andreas einen Lehrer
oder eine Lehrerin habe. Als Andreas ihm gesagt hatte, daß er eine
Lehrerin habe, meinte der Nikolaus: "Dann ärgerst du sie sicher."
Andreas entgegnete empört:
Kerstin war in die Schule gekommen. Im Rechenunterricht fing der Lehrer
behutsam an, mit den Kindern zu üben. Er stellte eine Aufgabe und
richtete dann an Kerstin die Frage, was da wohl herauskomme.
Hausaufgaben
In der Schule hatte man lang und breit den "Schimmelreiter" durchgenommen.
Zum Schluß sollte eine Klassenarbeit über das Thema geschrieben
werden. Am Abend vorher bat Michael seine Mutter:
Maik war in die Schule gekommen. Es gefiel ihm dort anfangs sehr gut
- aber die Hausaufgaben! Er sollte Lesen üben, doch er hatte nicht
die geringste Lust. Sein Vater wollte ihn motivieren und erklärte
dem Maik, daß es unbedingt nötig sei, lesen zu lernen. Lesen
sei für einen Menschen das Wichtigste überhaupt. Der Maik widersprach:
Spiele
Nico und Tino spielten. "Du bist jetzt hundert Jahre alt," schlug Tino
seinem Bruder vor. Nico protestierte:
Ihre Mutter spielte mit Claudine Kaufladen. Als Claudine mit dem Einkaufen
an der Reihe war, stellte sie fest, daß sie der Verkäuferin,
also ihrer Mutter, dauernd Geld geben mußte. Das wurde der Claudine
schließlich zu dumm. Sie nahm sich aus der Kasse einen Packen Geld,
steckte ihn ein und Sagte zu ihrer Mama:
Jonas und sein kleiner Bruder Danny spielten oft so, als seien sie Tiere.
So waren sie zum Beispiel Löwen und brüllten, ein anderes Mal
waren sie Katzen und miauten, dann wieder Hunde und bellten. Eines Tages
verkündete Jonas:
Sven ist es nicht gewohnt, daß man vor Tisch betet. Er staunte
deshalb mächtig, als er bei anderen Leuten zum Essen war und sah,
wie diese die Hände falteten, die Augen schlossen, den Kopf senkten
und schließlich ein Gebet sprachen. Als Sven nach Hause kam, sagte
er begeistert:
Selbstvertrauen
Die Joana hatte ein Stück Papier genommen und es von oben bis unten
mit irgendwelchen Haken vollgekritzelt. Dann ging sie zu ihrer Mutter und
forderte sie auf, ihr alles vorzulesen. Sie erklärte dazu:
Der kleine Maik nahm an den Vorbereitungen zur Hochzeit seiner Tante
teil.
Er wurde schick angezogen und bekam sogar eine Fliege umgebunden. In den
feinen Kleidern durfte er dann seinen Vater begleiten, um das mit Blumen
geschmückte Hochzeitsauto abzuholen. Der Junge genoß es. Bei
der Fahrt durch die Stadt kamen ihm aber Bedenken. Er sagte zu seinem Vater:
Die Eltern erklärten ihrem Sammy, daß er vorsichtig sein
müsse, wenn es klingle. Er solle zuerst schauen, wer draußen
sei, bevor er die Tür öffne, sonst könnte es passieren,
daß plötzlich fremde Menschen im Haus seien. Der Sammy meinte
großspurig:
Sven hatte den Kopfsprung vom Einmeterbrett gelernt. Seine Mutter befürchtete
nun, daß Sven bald auch den Kopfsprung vom Dreimeterbrett probieren
würde. Sie bat ihr Söhnchen, es nicht zu tun und fügte hinzu,
ein Kopfsprung vom Dreimeterbrett habe so seine Gefahren. "Ich weiß,
ich weiß," winkte Sven ab,
Tino spielt in einer Fußballmannschaft. Er will ein großer
Star in der Bundesliga werden und freut sich schon darauf, daß er
dann im Fernsehen als Torschütze des Tages kommen wird. Nur eines
beunruhigt ihn an seiner Zukunft als Profifußballer, und dazu sagte
Tino:
Benjamins Mutter sagte eines Tages, ihre Arme seien irgendwie zu lang
ausgefallen, aber, so fügte sie hinzu: "Es gibt niemand, der vollkommen
ist."
Kerstin ist ein Ausbund von Energie. Sie führt wie ein richtiger
kleiner Lausbub stets etwas im Schild. Eine Freundin von ihr ging zum Ballettunterricht
und fragte Kerstin, ob sie nicht auch kommen wolle. "Da brauche ich nicht
hin," meinte Kerstin geringschätzig,
Kristine sagte zu ihrer Mutter, es gehe doch nicht, daß Jungens
mit Puppen spielen. "Warum nicht," meinte die Mama, "du spielst doch auch
mit Autos!" Darauf Kristine:
Im Winterurlaub durften die Kinder immer in die Skischule. Dort wurden
sie betreut, lernten Skifahren und zum Schluß machten sie ein richtiges
Rennen. Jonas hatte sogar schon eine Goldmedaille gewonnen. Diesmal wollte
Jonas aber nicht in die Skischule. "Dann kannst du auch nicht beim Abschlußrennen
mitmachen," gab sein Vater zu bedenken. Jonas entgegnete:
Die Fußballmannschaft, der Tino angehört, ist natürlich
eine gute Mannschaft, und sie gewinnt eigentlich immer. Manchmal verliert
sie allerdings auch. Als Tinos Mannschaft einmal ganz gründlich verloren
hatte, nämlich eins zu acht, behauptete er:
Einnahmequellen
So alle sechs Wochen bekam Michaels Oma Besuch von der Tante Emmi. Die
Tante Emmi gab dem Michael bei dieser Gelegenheit immer eine Mark. Als
der Michael einmal dringend Geld brauchte, überlegte er lange, was
er machen sollte. Schließlich schlug er seiner Oma vor:
Die Eltern hatten finanzielle Sorgen. Es ging um einen hohen Kredit,
und sie sprachen nun darüber, wie man die Sache am besten angehen
sollte. Während sie laut hin- und herüberlegten, mahnte Marco
seine Eltern aus dem Hintergrund:
Tino und Nico brauchten mal wieder Geld, und was lag da näher,
als den Vater anzuzapfen. Aber nicht so direkt natürlich, sondern
vorsichtig über die Mutter. Als die Mama versprach, mit dem Papa zu
reden, meinte der Nico:
Als Jonas einmal hörte, daß die Oma und der Opa zu Besuch
kommen würden, sagte er hoffnungsvoll zu seiner kleinen Schwester:
Kristines Mutter hatte vom Hausfrauendasein genug und wollte eine Arbeit
annehmen. Solange sie noch auf der Suche nach einem Job war, sah die Kristine
zufällig eine Sendung über Prostituierte. Sie fragte ihre Mama,
was das denn sei. Die Mutti erklärte ihrer Tochter, daß Prostituierte
Frauen sind, die für Geld mit Männern ins Bett gehen. Kristine
riet ihrer Mutter:
Der Papa und seine Arbeit
Als Jana vier Jahre alt war, bediente sie zu Hause mit Vorliebe das
Telefon. Wenn sich am anderen Ende die Firma meldete, in der ihr Vater
arbeitete, sagte Jana sogleich vorwurfsvoll:
Svens Vater ist Computerfachmann. Dabei verdient er zwar gut, muß
aber auch sehr viel arbeiten. Er ist häufig bis nach Mitternacht im
Betrieb und vom Wochende hat er nur den Samstag oder den Sonntag frei und
selbst diesen einen Tag oft nur zur Hälfte. Kein Wunder also, daß
der kleine Sven ein merkwürdiges Leben gewöhnt ist. Seine Mutter
ist immer da und um ihn herum, aber den Vater sieht er selten. Und falls
der Vater mal da ist, dann geht er gleich wieder. Als sein Vater einmal
nach dem Mantel griff, fragte Sven seine Mutter:
Der Sammy hatte etwas vor, und dazu brauchte er die Hilfe seines Vaters.
Weil sein Vater aber viel beschäftigt war, fragte er seine Mutter,
wann der Papa wohl Zeit für ihn habe. Die Mutti konnte ihrem Sohn
wenig Hoffnung machen. Nachdem sie aufgezählt hatte, was der Papa
noch alles zu erledigen hatte, meinte der Sammy:
Sein Vater hatte den kleinen Jost mit in die Fabrik genommen, wo er
arbeitete. Sie liefen einen halben Tag lang in dem Gebäude herum,
und der Papa zeigte seinem Sohn stolz die ganzen Maschinen. Jost konnte
der Sache aber weing abgewinnen. So eine Fabrik, meinte er, sei nichts
für ihn.
Papa will erziehen
Sammys Vater arbeitet in Mannheim. Die Woche über wird der Sammy
deshalb von seiner Mutter allein erzogen. Als sein Vater einmal mit ihm
schimpfte, erklärte der Sammy:
Sein Vater hielt dem Stefan einen Vortrag über das Berufsleben.
Im Berufsleben, so erklärte der Papa seinem Sohn, zähle vor allem
Leistung. Wer wenig leiste, bekomme wenig Geld, und umgekehrt könne
man durch gute Leistung auch ein entsprechend hohes Gehalt erreichen.
Kerstins Vater muß viel arbeiten und kommt oft nur zum Schlafen
heim. Als er einmal einen Verkehrsunfall erlitten hatte, war es anders.
Der Papa mußte monatelang zu Hause bleiben und fand deshalb auch
Gelegenheit, sich um seine Kinder zu kümmern. Als er Kerstin einmal
sagte, sie solle dies und jenes tun, antwortete ihm sein Töchterchen:
Jeanette klagte darüber, daß sie abends oft im Bett liege
und nicht einschlafen könne. Ihr Vater riet ihr deshalb zu einem alten
Mittel. Sie solle sich doch, so sagte der Papa zu seiner Tochter, einfach
eine Geschichte ausdenken. Aber die Jeanette winkte ab. Sie erläuterte
ihrem Vater:
Der Papa überhaupt
Manuel überlegte, daß wenn er groß sei, man dann den
Papa eigentlich gar nicht mehr brauche, denn dann habe die Mama ja den
Manuel als Mann. Als ihn seine Mutter fragte, was man dann mit dem Papa
machen sollte, wurde der Manuel nachdenklich. Schließlich meinte
er:
Es war Muttertag, und alle Kinder und Enkel hatten sich bei der Großmutter
zum Essen eingefunden. Nur Stefans Papa fehlte. Er hatte zufällig
einen alten Freund getroffen und war mit ihm noch kurz in eine Gaststätte
gegangen. "Mein Vater ist beim Frühschoppen," erläuterte Stefan
der Festgemeinde und fügte hinzu:
Der Friseur schnitt Nico die Haare, und währenddessen plauderte
Nico wie ein Großer mit dem Meister. Er erzählte ihm von diesem
und jenem und auch vom Urlaub in Holland. Es sei dort sehr schön gewesen,
sagte Nico, außer den vielen schrecklichen barbusigen Frauen am Strand.
Andererseits, so berichtete Nico:
Der Papa hatte sich die Achillessehne gerissen und wurde operiert. Anschließend
mußte er noch wochenlang humpeln und Krücken benutzen. Es war
in jener Zeit, als er die Joana erwischte, wie sie mit einer Spielzeugpistole
auf Menschen zielte. Der Papa schimpfte mit seiner kleinen Tochter und
erklärte ihr, daß man nicht einmal im Spaß jemand erschießen
darf. Die Joana sah das ein, meinte aber:
Jemand fragte den Markus, ob sein Vater eigentlich gern mal einen trinke.
Markus antwortete:
Die Familie war im Skiurlaub. Spät abends rüstete man sich,
um noch zum Essen zu gehen. Alle waren fertig, nur der Vater nicht. Als
er schließlich kam, erklärte er, daß er sich schön
gemacht habe. Worauf sein Marco meinte:
Die Eltern waren auswärts eingeladen, und Tino und Nico mußten
sich ihr Abendessen selber machen. "Und daß eines klar ist", ermahnte
der Papa seine Söhne, "räumt ja wieder alles weg. Ich habe keine
Lust, nachts um zwölf noch die Küche sauber zu machen!" Nico
antwortete:
Man ging spazieren. Jana schob ihren Puppenwagen und stieß ihn
immer wieder ihrem Vater absichtlich von hinten in die Haxen. Als es dem
Papa zu dumm wurde, gab er seiner Tochter einen Klaps. Daraufhin lief Jana
wütend zu ihrer Mutter und erklärte:
Jost benötigte für den Unterricht in der Schule ein kleines
Spiegelchen. Er suchte im ganzen Haus, aber es war keines aufzutreiben.
Seine Mutter schlug deshalb vor, bis zum Abend zu warten und den Papa zu
fragen, ob er eines habe. Der Jost fand das wenig sinnvoll. Er meinte:
Danny war auf seinen Vater sauer. Er schlug deshalb seiner Mutter vor:
Jana sammelt jede Menge winziger Fläschchen, in denen alkoholische
Getränke in allen Sorten und allen Farben sind. Eines Tages kam sie
freudestrahlend mit einem Kaktus-Schnaps nach Hause. Auch ihr Bruder Tino
war begeistert, daß es so etwas gibt. Er stellte fest:
Der Vater hatte ernsthafte gesundheitliche Probleme. Er erlitt eine
Herzattacke und mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das gab
natürlich eine Menge Aufregung. Als das Schlimmste vorbei war, meinte
der Jost:
Der Papa hatte seine Knaben ausgeschimpft, und die beiden waren schrecklich
beleidigt. Sie überlegten, wie sie ihren Vater loswerden könnten.
Nach einer Weile öffneten sie die Haustür und schrien gemeinsam
auf die Straße hinaus:
Mama
Es sollte nach Italien in Urlaub gehen. Der Sammy freute sich und zählte
auf, was er alles genießen wolle: das Meer, den Sand und die Muscheln.
Aber irgendwie schien ihn dann etwas zu irritieren. Jedenfalls schlug er
seiner Mutter vor, getrennt zu fahren. Er erklärte:
Die Kerstin redet gerne, und sie redet am liebsten viel. Eines Tages
setzte sie sich zu ihrer Mutter auf die Couch und sagte verzweifelt:
Markus interessiert alles, was mit Technik zu tun hat. Und im Gegensatz
zu manchen Erwachsenen kapierte er auch, wie es funktioniert. Die Eltern
hatten einen neuen Geschirrspüler bekommen. Einige Zeit später
war Markus bei seiner Tante. Dort verkündete er nach einem Blick auf
die Uhr:
Tinos Mama hatte mal wieder eine Schlankheitskur in Angriff genommen.
Sie forderte die ganze Familie auf, ihr dabei zu helfen. Ein paar Tage
später machte sich der Tino daran, ein Marzipanhörnchen zu verzehren.
Seine Mutter bat ihn, ihr ein kleines Stückchen abzugeben. Aber der
Tino blieb hart. Er verdrückte auch den letzten Rest und sagte noch
kauend:
Die Mutti rauchte. Sie wurde deshalb von ihren Kindern gefragt, wie
es mit den Zigaretten denn bei ihr angefangen habe. Die Mutter begann zu
erzählen, daß in der Zeit, als ihre Verehrer... "Was denn für
Verehrer?", fragte da staunend die kleine Kerstin. Ihr Bruder Sven erläuterte:
Die Mama hatte sich ein schickes schwarzes Lederkostüm gekauft.
Als sie es zu Hause nochmals anprobierte und sich im Spiegel betrachtete,
sagte Jeanette zu ihrer Mutter:
Als die Eltern sich einmal umarmten, fing die kleine Daniela zu lachen
an. Der Papa versuchte der Daniela zu erklären, daß so eine
liebe Mutti auch mal gedrückt werden wolle. Daniela entgegnete:
In den Osterferien war die Familie nach Holland gefahren. Am Ende der
langen Reise waren alle ziemlich erschöpft. Als dann die glückliche
Ankunft mit einer Flasche Sekt begossen wurde, hatte die Mutti schnell
einen Schwips. Sven stellte staunend fest:"Mama, du sitzt’ ja schon in
Schlangenlinien!"
Die Eltern
Man schaute einen alten Urlaubsfilm an. Auf der Leinwand erschienen
nach und nach die ganzen Familienmitglieder, wie sie in vergangenen Tagen
aussahen. Als Stefan sich und seinen Bruder entdeckte, war er entsetzt.
Er fragte seine Eltern:
Die Eltern waren dabei, zum Turnen zu gehen. Sie hatten schon ihre Trainingsanzüge
an und wollten nur noch kurz Bescheid sagen. Als sie in Michaels Zimmer
traten, sagte dieser zu seinem Freund:
Oma und Opa
Heike hielt sich bei den Großeltern auf. Die Oma hatte einen Kuchen
im Backofen, und weil vom Guß etwas heruntertropfte und verbrannte,
begann es auf einmal in der ganzen Küche zu stinken. Der Opa schimpfte
fürchterlich und wollte gar nicht aufhören, die Oma wegen ihrer
Ungeschicklichkeit zu tadeln. Die Heike tröstete ihre Oma:
Der Großvater hatte schon fast eine Glatze. Niemand konnte so
recht einsehen, warum seine spärlichen Haare überhaupt noch einer
Pflege bedurften. Er schickte Jana einmal ins Badezimmer mit der Bitte,
ihm einen Kamm zu holen. Nach einer Weile kam sie mit leeren Händen
zurück und entschuldigte sich:
Der Manuel ließ sich von seiner Mutter erklären, wo früher
die Garage vom Opa war. Diese Garage wird seit vielen Jahren als Holzraum
genutzt. Es ist also schon lange her, seit der Opa dort sein Auto stehen
hatte. Der Manuel meinte:
Michael saß im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Nebenan war seine
Oma und rief ihm etwas zu, was er nicht verstand. Michael wollte seine
Ruhe haben und blieb ungerührt vor dem Fernseher sitzen. Vorsichtshalber
antwortete er: "Ja, ja, schon gut!" Nach einer Weile hörte er wieder
seine Oma rufen. Diesmal verstand er sie. Sie sagte:
Als seine Großeltern Goldene Hochzeit hatten, durfte Stefan mitfeiern.
Er genoß die Feier in vollen Zügen und ließ nicht locker,
bis er zum Schluß entsetzlich müde wurde. Stefan war dann doch
froh, daß er sich von seinen Großeltern verabschieden konnte
und ihn seine Mutter zum Schlafen brachte. Als er sein Bett sah, seufzte
er erleichtert:
Sandras Großmutter hat Schwierigkeiten mit ihrer schlanken Linie.
Als Sandra im Garten einmal einen ungewöhnlich dicken Regenwurm entdeckte,
rief sie aus:
Der Sascha und seine kleine Schwester Heike gingen mit ihrem Opa durchs
Dorf. Die drei kamen an einem Haus vorbei, wo eine Frau zum Fenster herausschaute.
Ob das die Kinder vom Heinz seien, fragte sie. Ja, das seien die Kinder
vom Heinz, bestätigte der Opa. "Das müßtest du eigentlich
wissen", rief Sascha zu der Frau hinauf,
Die Nadine wurde eine Zeitlang vormittags, wenn die Eltern zur Arbeit
gingen, von ihrem Opa abgeholt. Eines morgens früh um fünf läutete
beim Opa das Telefon. Die Oma wurde aus dem Schlaf gerissen und nahm den
Hörer ab. Es war die Nadine. Sie teilte mit:
Die Tiere
Die kleine Claudine ging mit ihrem Großvater spazieren. Die beiden
kamen an einem Teich vorbei, auf dem sich allerlei Geflügel tummelte.
Einige Enten tranken Wasser, und sie taten das, wie Enten es halt so machen.
Sie tauchten ihre Schnäbel ein, warfen dann den Kopf hoch und schüttelten
das Wasser den Hals hinunter. Die Claudine muß das sehr genau beobachtet
haben. Sie stellte nämlich fest:
Stefan und Michael machten mit ihren Eltern Ferien auf dem Bauernhof.
Dort wurde gerade ein Bulle zur Kuh gebracht. Die beiden Jungen schauten
der Sache zu, und als alles vorbei war, sagte Stefan:
Die Familie ging spazieren, allen voran Jana mit einem Fotoapparat.
Sie kamen an einer Weide vorbei, auf der gerade ein Bulle eine Kuh bestieg.
Als Jana das Schauspiel sah, rief sie:
In der Bretagne waren am Strand oft streunende Hunde unterwegs. Die
Mutti fand das abstoßend und so rief sie einmal ungehalten: "Meine
Güte, da kommt schon wieder so ein blöder Köter!" Tino war
empört. Er belehrte seine Mutter:
Nico beobachtete mit dem Fernglas Vieh, das friedlich auf einer Weide
graste. Nach einiger Zeit bemerkte er:
Die Natur
Die ersten Apriltage waren wunderbar, doch dann hielt der Winter nochmals
Einzug und es schneite wochenlang immer wieder. Als das Dorf Ende April
noch einmal völlig zugeschneit war, sagte Jana zu ihrer Mutter:
Die kleine Kerstin war bei ihrer Oma. Draußen wurde das Wetter
immer schlechter, und es zog dicker Nebel auf. Als Kestin zum Fenster hinaus
schaute, meinte sie:
Die Jeanette durfte mit ihrer Oma im Zug fahren. Auf der Heimfahrt schien
der Mond in das Abteil. Er hatte die Form einer Sichel, und die Oma erklärte
der Jeanette, daß es ein zunehmender Mond sei. Sie brauche nur jeden
Abend zur gleichen Zeit den Mond angucken. Dann sehe sie, wie er jedesmal
ein Stückchen größer werde, und zum Schluß sei er
ganz rund und voll. Der kleinen Jeanette gefiel das, doch sie wandte ein:
In der Kindersprache gibt es das Wort "babbela". Dieses Wort wird auf
der ersten Silbe betont, und es bedeutet soviel wie "aus", "leer" oder
"Schluß". Wenn zum Beispiel ein Kind alles aufgegessen hat, sagt
man: "So, jetzt ist babbela."
Fragen
Die Mama hielt ihrer Kristine eine Gardinenpredigt. Sie solle doch lieb
sein, sagte sie zu ihrer Tochter, und nicht so stur auf ihrem Willen beharren.
Es ging eine ganze Zeitlang hin und her, und dann war erst einmal Stille.
Nach einer Weile fragte Kristine ihre Mutter:
Der Sammy erklärte, wie er sich wehren würde, wenn ein Mann
kommen sollte, um ihn zu entführen. "Ich tret’ den voll in die Hoden",
sagte der Sammy. Aber dann überlegte er:
Jonas sagte er eines Tages zu seinem Opa, er werde ihm jetzt eine Frage
stellen, auf die er keine Antwort wisse. Der Opa mahnte Jonas zur Vorsicht
mit solchen Behauptungen. Er mußte sich dann aber geschlagen geben.
Der Jonas fragte nämlich:
Das Essen
Tino durfte zum ersten Mal mit in ein Restaurant. Er genoß die
Sache mächtig, und als die Bedienung ihm das Essen hingestellt hatte,
begann er vergnügt aufzuzählen, was alles auf dem Teller war:
"Fleisch, Pommes frites, Gurkensalat, Pilze, Tomaten…" Zuletzt entdeckte
er einen großen Stengel Petersilie und rief anerkennend aus:
Wenn die Familie zum Essen in ein Restaurant ging, mochte Jana dies
sehr. Nur geschah es ihr zu selten. Als sie einmal unbedingt wieder im
Gasthaus essen wollte, ihre Eltern aber andere Pläne hatten, überlegte
Jana, wie sie ihren Wunsch durchsetzen könnte. Sie ging in die untere
Wohnung, wo sie die Oma besuchte. Dieser erzählte sie: "Heute gehen
wir auswärts essen." Dann sprang sie die Treppe wieder hinauf und
verkündete ihren Eltern, sie habe der Oma gesagt, daß man Essen
gehe. Dann forderte sie:
Die Familie machte Urlaub in Italien. Eines Abends, als die Kinder versorgt
waren, überlegten die Eltern, ob sie alleine noch ein wenig ausgehen
und ein Restaurant besuchen sollten. Damit war Danny aber absolut nicht
einverstanden. Er drohte seinen Eltern:
Hunger, Durst und Streß
Wie viele Jungen hat Nico dauernd Hunger. Schon fünf Minuten nach
dem Essen kann es sein, daß er bei seiner Oma auftaucht und fragt,
ob sie nicht eine Schnitte oder Schokolade oder sonst etwas für ihn
habe. Auch am Abend des 2. Oktober streifte er herum und suchte nach etwas
Eßbarem. Als er nichts rechtes fand, beklagte er sich bei seiner
Mutter:
Kerstin hatte Hunger und Bauchweh, beides zugleich, und das war eine
dumme Sache. Sie beratschlagte mit ihrer Mutter, was man da tun könnte.
Etwas essen hieß, vielleicht noch mehr Bauchweh zu kriegen. Nichts
essen hieß aber, noch mehr Hunger zu kriegen. In diesem Dilemma überlegte
Kerstin vorsichtig:
Der Sammy bekam von einem Nachbarn Pralinen geschenkt. Er ließ
auch seine Mutter davon probieren, und als sie meinte, es schmecke aber
lecker, meinte der Sammy:
In der Nachbarschaft wohnte eine türkische Familie. Dort waren
auch Kinder in Maiks Alter, und er ging gerne hin, um mit ihnen zu spielen.
Als Maik eines Tages nach Hause kam, sagte er zu seiner Mutter:
Tino hatte seine Mutter auf einem langen Einkaufsbummel begleitet. Kaum
waren sie nach Hause zurückgekommen, da sollte es auch noch zum Schwimmkurs
gehen. Für Tino war das irgendwie zuviel. Er stöhnte:
Ingmar hatte ein Schwesterchen namens Daniela bekommen. Auf dem Heimweg
vom Kindergarten wurde er von einer neugierigen Frau gefragt, was denn
sein kleines Schwesterchen mache. Ingmar antwortete:
Am Erntedankfest sollte der Kindergarten in der Kirche ein Lied singen.
Nicht genug damit. Eine Strophe des Liedes sollte Nico allein mit seinem
Bruder Tino singen. Damit die Sache nun auch klappte, wurde mit Nico geübt.
Schon lange vor dem Erntedankfest kam jeden Abend dieses Lied und besonders
die eine Strophe dran. Eines Nachts erwachte er, setzte sich im Bett auf,
sang seine Strophe und schlief dann weiter.
Die kleine Vera hat jugoslawische Eltern, ist aber in Deutschland geboren
und hauptsächlich hier auch aufgewachsen. Zu einer Zeit, als auf dem
Balkan noch kein Krieg herrschte, nahmen ihre Eltern sie einmal mit nach
Jugoslawien. Sie wollten, daß dies später auch die Heimat ihres
Kindes wird. Als sie Vera mit Begeisterung das Land zeigten, erschien ihr
alles doch zu fremd und ungewohnt. Sie brach in Tränen aus und bat:
Ansprüche
Der Sammy versuchte, seiner Mutter klarzumachen, wie leicht sie es eigentlich
mit ihm habe. Er erklärte ihr dazu, daß er ja schließlich
alles ertragen könne, einfach alles! Aber dann fügte er hinzu:
Kerstin hatte sich mit ihrer Mutter überworfen. Sie packte den
Rucksack und verließ unter Protest das Elternhaus. Nach ungefähr
fünf Minuten kam sie wieder zurück. Als die Mutti ihrer Tochter
die Tür öffnete, erklärte Kerstin, immer noch kriegerisch:
Viele Kinder bummeln morgens gerne, so daß man Angst haben muß,
daß sie nicht rechtzeitig zur Schule kommen. Auch Jost gehört
zu diesen Kindern, und er wird deshalb von seiner Mutter ständig zur
Eile ermahnt. Eines Morgens, als Jost schon etwas verspätet auf dem
Weg zur Toilette war, forderte er seine Mutter auf:
Sven ärgerte die Kerstin. Die Kerstin wurde wütend und ärgerte
nun ihre Mutter. Die Mama sah das gar nicht ein und wollte ihrer Tochter
klar machen, daß sie nichts dafür könne, wenn der Sven
sich danebenbenehme. Aber das ließ Kerstin nicht gelten. Sie meinte:
Die Familie hatte ihre Sitzmöbel in die Polsterei gegeben, damit
sie neu bezogen wurden. Andy war recht skeptisch, ob die neuen Bezüge
auch geschmackvoll sein würden. Er kündigte an:
Benimm und Sauberkeit
Sammy hatte seine Mutter zornig gemacht und wollte nun wieder gutes
Wetter machen. Der Sammy rief deshalb ganz lieb zu einer Mutter: "Mamalein!"
"Was?", antwortete diese unwirsch. Worauf der Sammy sie belehrte:
Josts Vater hat eine kahle Stelle auf dem Kopf, die man mit Fug und
Recht als Stirnglatze bezeichnen kann. Der Jost fand dieses Wort aber offenbar
als etwas zu hart. Er erfand deshalb eigens für seinen Vater den Begriff:
Als der Andreas mit seiner Mutter von einem langen Spaziergang heimgekehrt
war, stellte die Mama mit Schrecken fest, daß sie unterwegs die Hausschlüssel
verloren hatte. Das hieß nun, so erklärte sie ihrem Sohn, den
ganzen Weg noch einmal abzugehen. Der Andreas fragte vorsichtig:
Jessica war damit beschäftigt, ihrer Mutter den Rücken einzureiben.
Je weiter sie nach unten kam, desto mehr zögerte sie. Schließlich
erkundigte sie sich:
Maik wurde von der Mutti aufgefordert, seine Hände zu waschen.
Widerwillig ging er ans Waschbecken, nahm ein wenig Seife und dann ein
bißchen Wasser. Als seine Mama ihn daraufhinwies, daß der ganze
Schmutz noch an seinen Händen sei, deutete Maik auf das Handtuch und
sagte:
Die Mama war mit den Kindern auf einer Einkaufsfahrt. Bevor sie nach
Köln kamen, machten sie in einem Restaurant halt. Tino aß ein
großes Schnitzel, und obendrauf trank er jede Menge Limonade. Er
war so rundherum voll, daß er seine Mutter warnte:
Es klingelte an der Tür, und der Manuel rannte, um zu öffnen.
Vor ihm stand der Opa in Arbeitskleidung. Als der Opa zum Gruß die
Hand ausstreckte, schüttelte der Manuel den Kopf und sagte:
Schlafengehen
Wie alle Kinder wollte Jana abends nicht ins Bett. Als es wieder einmal
Zeit zum Schlafengehen war, versuchte sie alle möglichen Tricks, um
noch aufbleiben zu können: Sie bekam plötzlich Hunger und Durst
und mußte unbedingt noch dies und jenes erledigen. Ihre Mutter ließ
sich dadurch aber nicht lange beeindrucken, und schließlich sagte
sie zu Jana, sie müsse jetzt ins Bett, da helfe alles nichts.
Der Sammy hatte einen Bären aus Stoff. Eines Abends, als er das
Tier schlafen legte, wollten seine Eltern, daß er dem Bären
noch die Geschichte vom Wolf und den sieben Geißlein erzählte.
Der Sammy kam dem Wunsch seiner Eltern nach. Aber irgendwie war ihm das
Ganze wohl zu blöd. Jedenfalls erzählte er seinem Bären:
Tino und Nico waren längst zu Bett gebracht, aber beide machten
sich in ihren Zimmern noch zu schaffen. Als es immer später wurde,
schritt der Vater ein. Er ging erst zu Nico und schimpfte ordentlich. Dann
ging er zu Tino und schimpfte ebenfalls ordentlich. Da rief Nico ihm nach:
Im Urlaub und auf Reisen
Im Urlaub in der Bretagne war Andreas von einem anderen Jungen angesprochen
worden, aber die beiden konnten sich nicht miteinander unterhalten, weil
der andere ein Franzose war. "Woher willst du denn wissen," fragte Jeanette
ihren kleinen Bruder, "daß der Junge ein Franzose war und nicht ein
Engländer?" "Ganz einfach," meinte Andreas:
Die Familie lag am Strand von Bibione und diskutierte. Irgendwie waren
sie auf Haie zu sprechen gekommen, und nun überlegten sie gemeinsam,
was wohl zu tun sei, wenn einem so ein Hai begegnet. Jeder hatte eine bessere
Idee, und am Schluß faßte Maik die Vorschläge zusammen:
In den Sommerferien war der Sammy auf der "Fuchsfarm", einem Ferienlager
für Kinder, gewesen. Einige Zeit danach telefonierte er mit seiner
Tante. Sie fragte ihn, ob er nächstes Jahr wieder auf die Fuchsfarm
wolle. Der Sammy meinte, er müsse sich das noch überlegen. Vielleicht
spare er auch, um eine Flugreise machen zu können. Er erklärte
sener Tante:
Auswärts
Markus mußte zu einem neuen Friseur. Seine Mutter tröstete
ihn mit dem Hinweis, daß es eine Ausnahme sei. Nächstes mal
werde man wieder zum alten Friseur gehen. Bei dem fremden Friseur war viel
Betrieb. Als dann der Markus an der Reihe war, kletterte er auf den Stuhl
und rief dem Meister fröhlich zu:
In der Fernsehsendung "Wetten daß" hatten sie ein Auto abgeschleppt.
Und zwar nicht mit einem Abschleppseil, sondern mit Pizzateig. Die Sache
fuktionierte. Einige Zeit später war der Sammy bei Bekannten zum Essen
eingeladen. Die Bekannten hatten sich viel Mühe gegeben und eine Ente
zubereitet. Doch der Sammy war wenig begeistert. Er säbelte an dem
Fleisch herum und sagte dann zu seinen Gastgebern:
Besuch
Solange der Onkel Ekkehard noch bei Jana und ihren Eltern im Haus wohnte,
wurde er oft von seinen Freunden besucht. Die kleine Jana sah sich dann
jungen Männern gegenüber, die alle zwischen eins achtzig und
zwei Meter groß waren. Um ihrer Angst vor den riesigen Gestalten
Herr zu werden, zählte Jana Ekkehards Freunde folgendermaßen
auf:
Der Onkel war zu Besuch gekommen. Er beugte sich über das Bett
des kleinen Maik, der scheinbar schlief. Aber wirklich nur scheinbar. Denn
Maik drohte seinem Onkel:
Die Tante war zum Essen eingeladen. Zum Abschluß gab es wunderbaren
Pudding. Der Pudding kam in einer großen Schüssel, und jeder
schöpfte sich daraus seinen Anteil. Als Gast durfte die Tante als
erste damit beginnen, sich Pudding zu nehmen. Es schien, als wolle sie
gar nicht aufhören. Schließlich platzte Danny heraus:
Das neue Baby
Die Karolin wurde darauf vorbereitet, daß sie bald nicht mehr
allein sein, sondern ein Geschwisterchen haben würde. "Es gefällt
dir doch bestimmt", sagte die Oma zu dem kleinen Mädchen, "wenn du
bald ein Geschwisterchen kriegst." Aber Karolin winkte ab:
Jost bekam ein Geschwisterchen. Das freudige Ereignis kündigte
sich natürlich lange vorher an, und der Jost wurde entsprechend vorbereitet.
Es werde nun ja bald alles anders, hieß es, und er sei dann nicht
mehr der einzige, und so weiter. Es war ein schweres Leben für den
Jost. Kurz bevor es dann wirklich soweit war, fragte ihn seine Mutter,
ob er sich denn auf das Baby freue. Jost meinte skeptisch:
Sammys Mutter war beim Einkaufen, und die Nachbarin war gekommen, um
solange auf das neue Baby aufzupassen. Der Sammy gab der Nachbarin folgenden
Rat:
Die Oma fragte den Andy, ob es ihm eigentlich gefallen würde, wenn
er noch ein weiteres Geschwisterchen hätte. Der Andy antwortete, daß
ihm das schon recht wäre. Aber, so belehrte er seine Oma, da müsse
sie die Mama fragen. Und er fügte hinzu:
Aufklärung
Der kleine Benjamin sah einmal zu, wie eine schwangere Frau dauernd
Mineralwasser in sich hineinschüttete. Schließlich wurde es
ihm zuviel und er ermahnte die Frau:
Zu Markus und seinem jüngeren Bruder Thilo war ein kleines Schwesterchen
hinzugekommen. Ihre Mutter nahm die Geburt als Gelegenheit, den Thilo so
langsam aufzuklären. Sie erläuterte ihm, daß sich ein kleines
Kind im Lauf der Zeit aus einem Ei entwickelt. Daraufhin schaute Thilo
an sich herunter und meinte:
Im Badezimmer war Hochbetrieb. Der Vater machte sich am Waschbecken
zu schaffen, und Jana und Tino saßen in der Wanne. Jana war gerade
dabei, ihren kleinen Bruder aufzuklären. "Schau mal," sagte sie zu
Tino, "wenn ich groß bin, kriege ich an der Brust hier zwei sooo
große Dinger, und du, wenn du groß bist –
Maik entdeckte im Sand zwei Käferchen und rief erfreut: "Mutti,
guck’ mal, die feiern Hochzeit, die paaren sich." Seine Mutter verstand
ihn gut, aber sie fragte scheinbar naiv, was das denn sei - paaren. Maik
gab zur Antwort:
Unterwegs mit seiner Großmutter fragte Nico sie:
Die Mama überlegte mit ihren Kindern zusammen, ob es wohl "der"
oder "das" Puffreis heiße. Sie meinte, es müsse wohl "der" Puffreis
heißen, denn man sage ja "der" Reis und nicht "das" Reis. Nadine
gab ihr recht und fügte hinzu:
Der Sammy machte die Hausaufgaben für Biologie. Es ging um das
Skelett des Menschen und darum, daß es die Eingeweide schützt.
Die Eingeweide, so erklärte ihm seine Mutter, seien die weichsten
inneren Organe eines Menschen und deshalb besonders empfindlich. Der Sammy
sah das ein. Nach einer Weile kam ihm jedoch sein eigener Körperbau
in den Sinn und er meinte:
Gebete
Der kleine Michael betete einmal darum, daß am nächsten Tag
die Sonne scheinen möge. Doch sein Gebet wurde nicht erhört,
und es regnete in Strömen. Was war geschehen? Michel meinte, andere
hätten "dagegengebetet".
Jessica war es schon als kleines Mädchen gewöhnt, beim Beten
nicht einfach ein Sprüchlein aufzusagen, sondern ihre Anliegen in
freier Rede vorzutragen. Das kam ihr entgegen, denn so konnte sie ihrer
Phantasie freien Lauf lassen. Als sie eines Abends von ihrer Oma ins Bett
gebracht wurde, bat Jessica am Schluß ihres Gebets: "Lieber Gott,
schenke uns doch bitte, daß immer schönes Wetter ist und es
nie regnet!" Die Oma erklärte ihr daraufhin, daß nicht immer
nur die Sonne scheinen könne. Denn die Blumen, das Gemüse und
alle anderen Pflanzen brauchten von Zeit zu Zeit auch Regen, um wachsen
zu können. Jessica sah das ein und beschloß, ihr Gebet zu ändern.
Zuvor fragte sie aber ihre Oma:
Stefans Vater fährt ein sehr schickes Auto. Vielleicht deshalb
oder aber überhaupt betete der kleine Stefan vor dem Schlafengehen:
Sandra bekam zum Abendessen ein Spiegelei. Als es duftend auf dem Tisch
stand, betete sie: "Lieber Gott, vielen Dank für das Ei. Das ist herrlich
von Ihnen! Amen."
Daniela wurde zu Bett gebracht und betete mit ihren Eltern. Es herrschte
eine Grippewelle, und viele Leute waren stark erkältet und hatten
einen fürchterlichen Husten. Auch Daniela und ihr Brüderchen
Maik hatte es erwischt. Daniela betete deshalb: "Herr Jesus, hilf, daß
Maik bald wieder gesund ist und nicht mehr husten muß, und auch die
Oma nicht und Papa und Mama..." Weil Daniela nun müde zu werden schien,
fuhr ihre Mama fort: "und Wofgang und Michael und Tante Veronika. Amen."
Daniela hatte trotz ihrer Müdigkeit bemerkt, daß sie selbst
in der Aufzählung nicht vorgekommen war. Sie fragte deshalb ihre Eltern
vorwurfsvoll:
An einem Silvesterabend betete Tino, daß Gott zu ihm kommen und
ihn beschützen möge. Dann fügte er bescheiden hinzu:
Andreas betete vor dem Schlafengehen:
Joana hatte sich zum Schlafen ins Bett gelegt und sprach folgendes Gebet:
Andreas half seiner Oma bei der Zwiebelernte. Während die beiden
bei der Arbeit waren, zogen dunkle Wolken am Himmel auf. Der Andreas sagte
in Richtung zu den Wolken: "Lieber Gott, laß es jetzt bitte nicht
regnen." Und dann fügte er hinzu:
Frömmigkeit
Danny sollte zum Arzt, aber das wollte er nicht. Seine Mama sagte ihm,
es gehe doch nur um eine Untersuchung. Aber auch mit einer Untersuchung
war Danny nicht einverstanden. Man müsse überhaupt nicht zum
Arzt gehen, erklärte er seiner Mutti, denn im Kindergarten hätten
sie gelernt:
Michael wollte seiner Oma zu Weihnachten ein besonders frohes Fest wünschen.
Bei der Begrüßung rief er ihr deshalb zu:
Die Familie war im Auto unterwegs. Sie fuhren an zwei Nonnen vorbei,
und Kerstin, die so etwas noch nie gesehen hatte, sagte, die sähen
aber doof aus. Sven war über seine kleine Schwester empört. "Die
sind nicht doof," wies er Kerstin zurecht,
Claudine kann sehr fromm sein, wenn sie will. Sie war einmal gerade
dabei, ein Wurstbrot zu essen, als ihr kleines Brüderchen bettelte
und auch etwas davon haben wollte. Die Claudine schob sich schnell die
Wurst in den Mund, steckte dann dem Manuel das trockene Brot hin und sagte:
Kristines kleiner Bruder Stefan wollte sich etwas aus dem Kinderzimmer
holen und verlangte von Kristine, daß sie mitgehen sollte. Die Kristine
hatte keine Lust dazu, und so ging der Stefan schließlich ohne sie.
Aber schon bald rief er der Kristine, sie solle doch kommen, er sei so
alleine. Kristine schrie zurück:
Als Katrin ihrem Vater wieder einmal ganz schön auf die Nerven
ging, stöhnte er: "Oh, Katrin, warum bist du auch immer so?!" Sie
antwortete:
Der liebe Gott
Kerstin machte sich Gedanken über Gott. Sie sagte:
Der Papa kam von einer Geschäftsreise zurück. Er war mit dem
Flugzeug unterwegs gewesen, und Tino wollte wissen, wie hoch er denn geflogen
sei. "Weit über den Wolken," antwortete ihm sein Vater. Worauf Tino
meinte:
Die Kirche
Jessica durfte an einem Gottesdienst teilnehmen, in dem ihr Papa die
Predigt hielt. Er ist bekannt für seine Predigten und bereitet sie
sorgfältig vor. Nach dem Gottesdienst fragte der Papa seine Jessica,
was sie denn zu seiner Predigt sage. Sie antwortete:
Kerstin war bei einer kirchlichen Weihnachtsfeier. Zu der Feier waren
viele ältere, einsame Menschen eingeladen, und deshalb gab es eine
eigenartige, fast beklemmende Stimmung. Außerdem dauerte alles ziemlich
lange. Als Kerstin wieder zuhause war, meinte sie:
Mit ihren Eltern hatte Annelie an einer Abendmahlsfeier teilgenommen.
Weil sie noch so klein war, gingen Brot und Wein an ihr vorüber, ohne
daß sie zugreifen durfte. Nach dem Gottesdienst beschwerte sie sich:
Benjamin spielt in einer Fußballmannschaft. Er war von seinen
Eltern zu einem Gottesdienst mitgenommen worden. Dort sah er, wie jemand
die Kelche für das Abendmahl vorbereitete. Er fragte leise seine Mutter:
Das Abendmahl ist eine sehr feierliche Sache, und Kinder dürfen
daran nicht teilnehmen. So mußte Danny den Abendmahlsteller an sich
vorbeigehen lassen, ohne daß er hätte zugreifen dürfen.
Nach einem Blick auf den Teller stellte er aber fest:
Eines Tages klingelten Zeugen Jehovas, und Markus ging mit seinem Papa
an die Tür. Sein Vater war auf die Leute nicht gut zu sprechen. Er
hatte früher einen Verkehrsunfall mit einem Zeugen Jehovas, und da
gab es nur Scherereien. Das sagte er den Besuchern auch. Die konnten aber
nichts dafür. Sie ließen sich deshalb nicht beirren und erläuterten
das Bild einer Welt ohne Krieg und Not. Währenddessen lief der Markus
in die Küche zurück und berichtete seiner Mutter:
Andreas war mit dem Kindergarten in der Kirche, wo ein spezieller Gottesdienst
für die Kleinen stattfand. Der Pastor wollte den Kindern etwas vorführen
und räumte deshalb den Altar frei. Dabei stellte er ein Sparschwein,
das für die Kollekte gedacht war, vom Altar auf das Taufbecken. Andreas
rief ihm zu:
In der Schule hatte Sandra Religionsunterricht. Sie mußte in diesem
Fach einen Test schreiben, und eine der Fragen war, mit welchem Wort der
Pastor in der Kirche seine Predigt beende.
Der Tod
Claudine war mit ihrer Oma auf dem Friedhof. Dort liegt der Urgroßvater,
und die Oma pflegt sein Grab. Als die Claudine sah, wie die Oma reichlich
Wasser auf die Blumen goß, rief sie:
Katrins Urgroßmutter war gestorben. Es gab eine Feuerbestattung,
und als die Urne zu Grabe getragen wurde, durfte Katrin dabei sein. Die
Sache kam ihr aber irgendwie verdächtig vor. Sie sagte:
Der Opa war gestorben. Er hatte schon lange an Leukämie gelitten,
und zum Schluß kam er mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus.
Dort schloß man ihn an viele Apparate an und steckte ihm jede Menge
Schläuche in den Mund hinein, aber es war nichts mehr zu machen. Das
mit den Schläuchen beschäftigte den Sammy doch sehr. Er meinte:
Maik besuchte mit seiner Mutter den Friedhof, wo der Opa begraben liegt.
Der Weg führte an den Familiengräbern vorbei, und die Mutti erklärte
ihrem Söhnchen, was ein Familiengrab ist. Eine Weile später schlug
Maik vor, daß sie auch ein Familiengrab kaufen sollten, ein ganz
großes, wo alle Platz haben. Maik fügte hinzu:
Nico und Tino hatten sich gezankt, was eigentlich nichts Ungewöhnliches
war. Diesmal sagte Nico aber zu seinem Bruder, daß er nicht mehr
sein Freund sei. Das schien Tino nun doch nahe zu gehen. Denn er fragte
seinen Bruder besorgt:
Die Mama fuhr mit ihren Kindern am Friedhof vorbei. Sie erklärte
Sven, daß dort der Opa begraben liege. Die Mama versprach ihrem Sohn,
daß sie bei anderer Gelegenheit das Grab besuchen würden. Sven
freute sich:
Im Himmel
Als der Opa gestorben war, versuchte die Mutter, ihren beiden Kindern
beizubringen, was das bedeutet. Die Kinder hörten andächtig zu.
Als ihre Mutter zum Schluß erklärte, der Opa sei jetzt im Himmel,
fragte Benjamin:
Sammys Urgroßmutter war gestorben. Auch der Sammy hatte Mühe
zu begreifen, was das bedeutet. Aber die Sache beschäftigte ihn mächtig.
Als er von seiner Mutter hörte, die Uroma sei im Himmel, sagte er:
Nico fragte seine Mutter: "Stimmt es, daß wir uns alle nach dem
Tod im Himmel wiedersehen?" Als die Mama ihm versicherte, das sei so, es
stehe in der Bibel, meinte Nico:
Als Jonas Religionsunterricht hatte, war er wenig begeistert darüber.
Es gefiel ihm nämlich gar nicht, daß er pauken mußte,
wer Melchisedek war und wer Habakuk und wer Sacharja. Der Jonas schwor
sich:
Einer von Svens Großvätern ist schon gestorben. Er findet
das recht praktisch. Seinen Eltern erklärte Sven dazu:
Kerstin dachte über den Himmel nach, wie es dort aussieht und wie
alles abläuft. Dabei überlegte sie:
Unglücke
Michael hatte einen schlimmen Unfall. Er wollte eine Patrone zersägen,
aber das Ding explodierte und die Splitter trafen ihn im Gesicht. Er hätte
fast ein Auge verloren, doch es ging noch einmal gut. In der Klinik sagte
eine Krankenschwester zu Michael, mit so einer Patrone werde er wohl nicht
mehr spielen. "Nein," antwortete er,
Jana hatte etwas von einem Erdbeben in Algerien mitbekommen. Sie fragte
ihren Vater, was da eigentlich passiert sei. Der Papa erklärte seinem
Töchterchen, was ein Erdbeben ist und daß dasjenige in Algerien
so stark war, daß Häuser einstürzten und Menschen umkamen.
"Waren bei den Toten auch Kunden von dir dabei?" fragte Jana daraufhin.
Als ihr Vater diese Frage verneinte, meinte Jana erleichtert:
Nico war über die Straße gerannt, ohne sich nach rechts oder
links umzusehen. Seine Mutter schimpfte und sagte, wenn ein Auto gekommen
wäre, wäre er jetzt vielleicht tot und tot wolle er doch wohl
nicht sein; er könnte dann nämlich das Weihnachtsfest nicht mehr
erleben.
Der Vater erzählte von einem Verkehrsunfall, bei dem eine 77 Jahre
alte Frau auf schlimme Weise ums Leben gekommen war. Sie saß im Auto
eingeklemmt, und das Fahrzeug brannte lichterloh, ohne daß jemand
helfen konnte. "Ein Gutes hatte dieser Unfall ja," gab Maik zu bedenken:
Rätselhaftes
Was "gestern" und "vorgestern" bedeutet, wußte der Samy. Wenn
aber etwas noch weiter in der Vergangenheit lag, dann hatte er so seine
Schwierigkeiten. Doch er konnte sich helfen. War etwas wirklich schon lang
her, sagte der Sammy, es sei "hintervorgestern" gewesen. Und wenn es eine
Ewigkeit zurücklag, dann war es für den Sammy
Manuels Mutter hatte einen Topf mit Wasser auf den Herd gestellt und
war in den Garten gegangen. Nach einer Weile kam ganz aufgeregt der Manuel
daher gerannt und rief:
Joana hatte für ihren Bruder noch kein Geburtstagsgeschenk. Ihre
Tante riet ihr deshalb, dem Sammy doch einfach einen lieben Kuß zu
geben. Das fand die Joana aber gar nicht gut. Sie sagte:
Der kleine Danny stand vor einer Schaufensterpuppe, die nur mit einem
Badeanzug bekleidet war. Er begrüßte die Puppe und sagte:
Als einmal zwei Siegerländer in Dortmund eine Schrankwand aufbauten
und sich dabei lautstark unterhielten, fragte Jessica ihre Mutter:
Eines Abends bekam Tino ein Brot mit einer Scheibe Schweizer Käse
vorgesetzt. Er hatte einen solchen Käse noch nie gesehen, schaute
auf die großen Löcher und überlegte erstaunt, wozu sie
wohl gut seien. Nachdem er sie eine Weile von allen Seiten beguckt hatte,
beugte er sich über die Löcher und rief:
Jana war im Bus gefahren. Der Fahrer hatte eine Sonnenbrille mit einem
schwarzen Horngestell auf. Die Sache kam Jana irgendwie unheimlich vor.
Deshalb erzählte sie ihrer Mutter davon und fügte hinzu:
Jonas hat Augen mit außerordentlichem Glanz. Manche Leute sagen,
daß bei ihm die Augen extra lachen. Sie glänzen auch dann richtig
lieb, wenn er etwas besonders Heimtückisches im Schilde führt.
Anscheinend weiß Jonas, was er seinen Augen verdankt. Es war Zeit
für den Mittagsschlaf. Jonas wurde müder und müder. Plötzlich
fing er zu weinen an und rief:
Nico war beim Friseur. Als seine Haare geschnitten wurden und zu Boden
fielen, fragte er den Meister:
Auf einem Spaziergang mußte Markus pinkeln. Er war dick angezogen,
und es kostete einige Mühe, seinen kleinen Pimmel aus all den Kleidungsstücken
herauszuschälen. Als er dann fertig war, verschwand sein Pipi langsam
wieder hinter den vielen Klamotten.
Mißversändnisse
Kurz vor Sammys zweitem Geburtstag schaute die Familie die Fernsehnachrichten
an. Auf dem Bildschirm war ein Muezzin zu sehen und man hörte, wie
er die gläubigen Mohammedaner zum Gebet rief. Als der Sammy den eigenartigen
Singsang des Muezzins bemerkte, stellte er fest:
Die Mutti hatte ihren Andreas beim Opa abgeliefert und war Einkaufen
gegangen. Beim Opa erlebt der Andreas immer viel, und an jenem Morgen war
sogar Sirenenprobe. Auf dem Heimweg berichtete Andreas seiner Mutter:
Es war warm geworden, und die Kinder sprangen nackt herum. Irgendwie
fiel der Anneli dabei auf, daß sie unten herum anders gebaut war
als ihr kleiner Bruder. Sie schaute sich nachdenklich an und meinte dann:
Der Nikolaus war gekommen und hatte Nadine eine Kinderschere gebracht.
Sie freute sich sehr über die Schere, aber später fragte sie:
Die Eltern machten sich fertig, um zur Wahl zu gehen. Ihre Kinder wollten
sie mitnehmen, und so bat die Mama den Sven, sich etwas ordentliches anzuziehen.
Sven leuchtete das nicht so ganz ein. Er fragte:
Als Jörg in den Kindergarten ging, kam dort der Nikolaus zu Besuch,
und zwar nach neuesten pädagogischen Grundsätzen. Der Vikar stellte
sich den Kindern vor und sagte, sie sollten ihn genau anschauen, denn er
werde jetzt den Nikolaus spielen. Dann verkleidete er sich vor den Kleinen,
und die Sache begann.
Der Papa fragte die Mutti, was sie sich zum Geburtstag wünsche.
Zuerst fiel ihr nichts ein, aber dann dachte sie an ihren alten Regenschirm
und sagte zum Papa, er könne ihr eigentlich einen neuen "Knirps" schenken.
Der kleine Stefan traute seinen Ohren nicht.
Der japanische Kaiser war gestorben. Unser damaliger Bundespräsident
mußte zu diesem Ereignis etwas sagen, und so kam dann im Fernsehen,
daß Richard von Weizsäcker die "besondere Weitsicht" des verstorbenen
Tenno lobte.
Eigentlich war Kerstin immer ein unerschrockenes Mädchen. Aber
wenn es dunkel wurde, bekam sie doch manchmal ein wenig Angst. So war es
auch eines Abends, als sie von ihrer Mutter ins Bett gebracht wurde. Doch
bevor ihre Furcht überhand nahm, kam Kerstin der rettende Gedanke:
Jana mußte zusammen mit ihrer Mutter ins Krankenhaus. Beide hatten
es an den Mandeln. Bevor es so weit war, ging es darum, wie wohl die Besuchszeiten
geregelt sein würden. Jana erzählte von einer Bekannten, die
im gleichen Krankenhaus war und meinte, die habe jederzeit Besuch empfangen
können. "Die lag auch bestimmt privat," gab Janas Mutter zu bedenken.
Worauf Jana fragte:
Katrins Opa war schon lange verstorben. Es war der Opa mütterlicherseits
gewesen. Als Katrin erfuhr, daß der verstorbene Opa Pfarrer gewesen
war, sagte sie bewundernd zu ihrer Mutter:
Sven überlegte, wen er heiraten könnte. Dabei kam ihm vor
allem sein Schwesterchen in den Sinn. Er ließ sich von dieser Idee
erst abbringen, als seine Mutter ihm erklärte, daß es dumme
Kinder gibt, wenn Bruder und Schwester heiraten. Einige Zeit später
waren sie zu Besuch bei einer anderen Familie. Die Mutti schlug Sven auf
der Heimfahrt vor, doch das kleine Mädchen zu heiraten, das dort gewesen
sei. Damit war Sven aber nicht einverstanden. Das Mädchen sei schrecklich
dumm, meinte er, und fügte hinzu:
Nico fragte, ob es Menschen gibt, die ganz rote, blaue, grüne oder
gelbe Haare auf dem Kopf hätten. Seine Schwester Jana antwortete ihm,
solche bunten Haare hätten höchstens die Punker.
Bei MacDonalds war eine Sonderaktion. Zu jedem Kinderteller gab es ein
Tier aus dem Disney-Film "König der Löwen". Entweder bekam man
einen Löwen oder ein Schwein oder einen Vogel. Um den Sammy zu überraschen,
ging sein Onkel Henry öfters zu MacDonalds und aß dort tapfer
immer einen Kinderteller. Er bekam so auch den Löwen und das Schwein,
aber mit dem Vogel klappte es einfach nicht. Der Henry zeigte dann dem
Sammy den Löwen und das Schwein. Als der Sammy die Tiere sah, meinte
er:
Daniela ist die fünfte in der Geschwisterreihe. Als sie erfuhr,
daß ein weiteres Baby unterwegs war, fing sie fürchterlich zu
weinen an. Nach dem Grund gefragt, erklärte sie:
Geschwister untereinander
Die Kinder hatten etwas angestellt. Entweder war es die Claudine gewesen
oder der Manuel. Aber die Mama wußte nicht, wer von den zweien der
Übeltäter war. Und von den beiden Kindern wollte keines das andere
verraten. Als die Mama nicht locker ließ, um die Wahrheit herauszubekommen,
sagte die Claudine schließlich schluchzend:
Kristines Bruder Andreas war verreist. Sie wartete sehnsüchtig
darauf, daß er wieder zurückkommen würde. Es hieß
dann, daß er am Samstag wieder da sei. Tatsächlich kam Andreas
aber schon am Freitag. Kristine war enttäuscht. Sie sagte:
Als der Jost noch in den Kindergarten ging, kam einmal sein Schwesterchen
zu ihm her gerannt. Die Sandra erzählte weinend, daß sie von
einem großen Jungen geschlagen worden sei. "Hättst doch was
gesagt", meinte Jost vorwurfsvoll,
Da Michael und Stefan Brüder sind, streiten sie den ganzen Tag
miteinander. Beim Essen hatte Michael zu Stefan über den Tisch hinweg
etwas Böses gesagt, und Stefan schaute betroffen zu seinem großen
Bruder hin. "Was guckst du mich so blöde an", rief Michael,
Sven hatte ein Schwesterchen, nämlich die Kerstin, bekommen. Jemand
hatte der kleinen Kerstin eine Spieluhr geschenkt. Wenn man sie an ihr
Bett stellte, sang Sven manchmal mit und zwar so:
Die Familie fuhr mit dem Auto in die Ferien nach Lignano. Unterwegs
sprachen sie über frühere Italienreisen. Dabei zeigte sich, daß
Jana bereits zweimal in Italien gewesen war und ihre kleinen Brüder
einmal. Nico sei damals, wie die Mama erklärte, noch in ihrem Bauch
gewesen. Jana betonte: "Ich war also am meisten dort!"
Die Familie wollte essen, nur der Sammy fehlte noch. "Sammy, kommen,"
rief Joana, seine kleine Schwester. Als es nichts half, schrie sie: "Sammy,
komm jetzt! Du sollst kommen Sammy!" Schließlich brüllte die
Joana:
Pubertät
Michael war ein richtiger Flegel. Als er sich einmal besonders unverschämt
aufführte, fragte ihn seine Mutter, was eigentlich mit ihm los sei.
Er antwortete:
Jana war in der Pubertät und genoß deshalb die entprechend
nötige Schonung. Das muß auch ihr Bruder Tino bemerkt haben.
Als seine Mama ihn einmal tadelte und meinte, er brauche doch nicht wegen
jeder Kleinigkeit aufzubrausen, bat Tino um Rücksicht. Er erklärte:
Erwachsenwerden
Weil Danny und Maik immer Streit hatten, blieb den Eltern nichts anderes
übrig, als den beiden getrennte Zimmer zu geben. Maik war damals erst
fünfzehn Monate alt. Danny ergriff freudig von seinem neuen Zimmer
Besitz, und als wenig spater Maik hereingewatschelt kam, schob er ihn mit
den Worten zur Tür hinaus:
Janas kleiner Bruder Tino war gerade drei Jahre alt geworden, als er
beschloß, einmal so zu pinkeln, wie es die Männer tun. Er stellte
sich vor das Klobecken und strengte sich mächtig an, über den
Rand zu kommen. Es war sehr schwierig, aber als er sich auf die Zehenspitzen
stellte, gelang es ihm schließlich. Jana hatte den Bemühungen
ihres Brüderchens zugeschaut und sagte anerkennend:
Sven wollte im Gegensatz zu anderen Kindern nicht größer
und schon gar nicht erwachsen werden. Seiner Mutter erklärte er dazu:
Die Kinder hatten miteinander gestritten. Anschließend überlegten
sie, wie es eigentlich sei, wenn Erwachsenene streiten. Jessica meinte:
Zukunfstspläne
Der Pappa half der kleinen Joana auf der Toilette beim Pinkeln. Aber
irgendwie war ihr das nicht recht. Sie sagte:
Die Tante von Claudine hatte geheiratet und es so eingerichtet, daß
die Hochzeit und ihr Geburtstag zusammenfielen. Die Claudine beschloß,
es später genauso zu machen. Sie erklärte:
Sandra beschäftigte sich mit ihrer Heirat. Am liebsten, so sagte
sie zu ihrer Mutter, wäre es ihr, wenn sie ihren jetzigen Nachnamen
behalten könnte. Ihre Mutter gab ihr zu bedenken, daß der Name
ja wohl nicht so wichtig ist, wenn man sich lieb hat. Die Sandra stimmte
zu und meinte:
Stefan hatte als Kind im Gegensatz zu seinem Bruder Michael oft wenig
Appetit und war beim Essen sehr wählerisch. Als er wieder einmal vorsichtig
und unlustig in seinem Teller herumstocherte, tadelte ihn sein Bruder Michael
und sagte: "Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht." Worauf
Stefan erwiderte:
Jonas will, wenn er einmal groß ist, auf ein Auto verzichten.
Er sagt:
Tino und Nico unterhielten sich darüber, was besser sei, zu heiraten
oder es zu lassen. Nachdem sie reichlich debattiert hatten, verkündete
Tino, er werde nicht heiraten; er kaufe sich lieber einen Sportwagen und
lege sich eine Freundin zu. Nico gab seinem Bruder zu bedenken:
Die erste Liebe
Der kleine Maik saß neben einer Siebzehnjährigen und erzählte
ihr alles Mögliche. Während er redete, rutschte er immer dichter
an die junge Dame heran und kuschelte sich schließlich an sie.
Die großen Ferien waren vorbei, und die Schule hatte wieder begonnen.
Michael machte zusammen mit einem Klassenkameraden die Hausaufgaben. Sein
Freund stöhnte. Ihm falle das Schreiben so schwer, sagte er, er sei
in den Ferien völlig aus der Übung gekommen. "Ich nicht" entgegnete
Michael,
Markus flog mit seinen Eltern in den Urlaub. Im Flugzeug war auch ein
Mädchen, so etwa in seinem Alter. Es hatte schöne lockige Haare,
war aber schrecklich vorlaut und benahm sich einfach unmöglich. Als
die Familie dann in ihrem Hotel angekommen war, rief Markus: "Da ist ja
wieder das wunderbare Mädchen mit den lockigen Haaren!" und er fügte
schnell hinzu:
Danny war vierzehn Jahre alt, hatte den Stimmbruch und führte ein
reges Liebesleben. Kurz bevor die Familie in die Ferien fuhr, war Danny
eine Beziehung in die Binsen gegangen. Er nahm es gelassen und meinte:
Nico hatte seine erste Freundin. Die Sache hatte sich eher zufällig
ergeben. Als es eine Weile gegangen war, wurde dem Nico mulmig. Er hatte
Angst, so sagte er, daß die bald mit ihm zu knutschen anfange. Seine
Mutter antwortete ihm, daß er nichts tun brauche, was er nicht wolle.
Nico sagte:
Ende
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